Audiovisuelle Geschichtsfragmente

Dieser Artikel ist Teil der Serie Die Zukunft Audiovisueller Medien

  1. Die Zukunft audiovisueller Medien
  2. Audiovisuelle Geschichtsfragmente
  3. Text ist nicht das beste?
  4. Die Zukunft von Audio

PhonautografWir haben das Bedürfnis zu kommunizieren. Wenn zwei Personen in einem Raum stehen ist es ihnen meist unangenehm wenn keiner spricht. Kinder teilen ihren Eltern von ihrem Tag mit. Erwachsene auch. Haben wir nicht die Möglichkeit direkt mit Menschen unsere Erlebnisse zu teilen, schicken wir ihnen Nachrichten oder halten Dinge für uns selbst in einem Notizbuch fest. Manche nenne es Tagebuch, doch das würde den Geschäftsmenschen nicht gefallen. Jugendliche sprühen ihre Botschaften an Wände, Prominente schreien sie über das Fernsehen hinaus. Menschen schreiben Bücher, Briefe, Kurznachrichten, telefonieren, sprechen, schreien, malen, basteln. Wir drücken uns aus. Heute haben wir Weblogs. Wie wenden uns an die ganze Welt. Jeder soll uns lesen, hören, sehen. Jeden Gedankenschnipsel kommt zu Twitter. Unsere Videos zu YouTube, Bilder zu flickR. Unser Leben wird von uns selbst dokumentiert. Informationsüberfluss, Reizüberflutung.

Das Bedürfnis sich auszudrücken ist nicht neu. Die Möglichkeiten dazu haben sich in den letzten Jahren enorm entwickelt.

Aufnehmen kann man schon lange. 1875 konnte man mit dem Phonautograf1 von Edouard-Leon Scott de Martinville Stimmen aufzeichnen und abspielen. 1956 gibt es einen einsatzfähigen Vide Tape Recorder2 der Firma Ampex. Die Geschichte der Fotografie geht bis in das 13. Jahrhundert3 zurück. Die Geschichte der Schrift beginnt einige tausend Jahre4 früher. Noch älter ist die Höhlenmalerei, über 29000 Jahre5.

Doch erst mit dem Internet hat jeder die Möglichkeit bekommen sich an ein disperses Publikum zu wenden. Noch hat nicht jeder Zugang dazu, es wird von vielen nur zu einem winzigen Teil verwendet. Erneut fällt die Unterscheidung zwischen Text zum Informieren und Bild und Ton zur Unterhaltung auf.

Das nächste Mal werde ich aus meiner Sicht erläutern, welche Entwicklungen benötigt werden, damit wir Ton und Video in unsere Informationslandschaft integrieren können.

Bild: Phonautograph of Leon Scott, The Century Dictionary 1911, Vol. VI, Page 4450, Pholadidae to Phonikon. 1911

  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Phonautograph []
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Videotechnik#Geschichte []
  3. http://de.wikipedia.org/wiki/Fotografie#13._Jahrhundert []
  4. http://de.wikipedia.org/wiki/Keilschrift []
  5. http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hlenmalerei#Altersbestimmung []

Die Zukunft audiovisueller Medien

Dieser Artikel ist Teil der Serie Die Zukunft Audiovisueller Medien

  1. Die Zukunft audiovisueller Medien
  2. Audiovisuelle Geschichtsfragmente
  3. Text ist nicht das beste?
  4. Die Zukunft von Audio

MultimediaWir leben in einer textbasierten Zeit. Davon bin ich fest überzeugt. Oft versucht man mir zu erklären, dass wir in einer multimedialen Welt leben. In meinen Augen ist das Schwachsinn. Aber warum? Was fehlt uns, damit das multimediale Zeitalter beginnen kann?

Das Jetzt ist vom Text bestimmt
Wenn sie nach Informationen suchen, dann werden sie in den meisten Fällen zuerst Google befragen. Manche beginnen auch bei Wikipedia. Doch dort suchen sie nicht etwa nach Bildern, Audiofiles oder Videos, sondern nach Textstellen. Sie geben ein oder mehrere Worte ein und bekommen verschiedene Seiten als Ergebnis. Google bestimmt was sie sich anschauen, doch das ist nicht Thema dieses Beitrags. Nun kommen sie also zu einer Website, die in den meisten Fällen zum größten Teil aus Text besteht. Sie überfliegen ihn und sehen sich interessant erscheinende Teile genauer an. Manchmal wird der Text durch Bilder oder Video unterstützt. Der Informationsgehalt dieser hält sich meist in Grenzen. Bei Nachrichtenportalen sind auch Symbolfotos sehr beliebt.

Nehmen wir zum Beispiel diesen Beitrag. Das Bild links oben sieht nett aus, ermöglicht vielleicht eine Einordnung des Textes ohne ihn zu überfliegen, aber es ändert am Informationsgehalt des Textes nichts.

Beschäftigen sie sich mit einem Thema genauer, werdet ihr auch eine Bibliothek aufsuchen bzw. allgemein eine Buchrecherche durchführen. Wieder lest ihr viel Text, der hin und wieder ein Bild beinhaltet.

Wenn ich ihnen nun die Frage stellen würde, welche Form von Information in unserer Gesellschaft am wichtigsten ist, werden sie mit Text antworten.

Audio und Video, die Hauptvertreter der angeblichen multimedialen Welt werden hauptsächlich zur Unterhaltung genutzt.

Das nächste Mal geht es mit der Geschichte weiter.

Bild: Dan Zen

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    Es kann vorkommen, dass sie daher über den einen oder anderen Stein stolpern. Eltern haften für ihr Kinder.