Gepostet von Luca Hammer am
03.06.2008
Der Weg ist das Ziel
Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Aber wenn du weit gehen willst, geh mit anderen. Afrikanisches Sprichwort
Das Leben ist viel zu ausgelaugt, als dass ich noch Lust hätte irgendetwas großartiges zu schreiben oder zu machen. Schauen wir uns doch einmal um, lauter Langweiler, Kritiker und Neinsager. Vollkommen sinnlos etwas zu versuchen, weil es ja doch keinen Sinn hat.
Großartig, wirklich großartig. Man schaut ständig auf die anderen, sieht wie sie auf die Schnauze fallen und denkt sich, dass man es besser kann, oft schreit man das auch noch in die Welt hinaus oder erzählt es zumindest seinen angeblichen Freunden. Hat einmal jemand Erfolg tut man so, als würde man es nicht verstehen oder man versteht es wirklich nicht. Man wirft der Person vor getrickst zu haben oder sonstiges. Sie hätten es gar nicht verdient und man selbst könnte das viel besser.
Totaler Schwachsinn. Entweder man macht es oder man macht es nicht. Niemand hat etwas gegen konstruktive Kritik oder Tipps, aber diese Gesellschaft der Nörgler nervt. Ein bisschen Ironie ist auch in Ordnung, aber tiefer Neid ist unangebracht.
Robert schreibt hin und wieder vom nicht nach links-und-rechts schreiben und einfach sein Ding durchziehen. Mir kommt manchmal vor, dass das falsch verstanden wird. Vielleicht bin es aber auch ich, der es nicht begreift. Für mich bedeutet es, dass man sich nicht von Neidern und Besserwissern beeinflussen lassen darf. Wenn man auf seinem Weg ist, kann man selbst bestimmen wohin er geht und muss sich nicht von anderen einreden lassen, wo es besser ist. Teilweise ist es nicht einmal negativ gemeint, doch wenn ich in die Berge will, jemand mich aber ans Meer schickt, weil ihm das besser gefällt, sollte ich seinem Rat nicht folgen. Es sei den ich bin mir noch gar nicht so sicher. Vielleicht ist das Meer ja auch toll und gefällt mir besser als die Berge. War der andere schon in den Bergen? Welche Erfahrungen hat er gemacht?
Es heißt jedoch nicht, dass man sich zu Beginn des Weges nicht umhören soll, was andere zum Reisevorhaben sagen oder wie sie es angegangen sind. Wenn jemand mit dreihundert Euro in die Karibik gekommen ist, warum sollte ich mir nicht überlegen den gleichen Weg zu nehmen. Vielleicht fallen mir auch ein paar Abkürzungen auf und ich schaffe es mit zweihundertfünfzig.
Den Weg muss jeder selbst wählen, aber man muss ihn nicht alleine gehen.
Gepostet von Luca Hammer am
02.06.2008
Barcamp Bodensee 2008 Rückblick
Im Zug nach Hause.
Das Barcamp Bodensee war super. Tolle Leute, interessante Sessions und fantastische Gespräche. Informationen oder Wissen habe ich nur zu einem geringen Teil mitnehmen können.
Stattdessen etwas viel wichtigeres. Ideen und Gedanken.
Für die nächsten Wochen und Monate habe ich sehr viel, was ich lesen will. Entstanden aus der Session “Books for Freaks (like me)” von Jan. Bücher von Vor- und Nachdenkern. Menschen wie uns. Für viele mag das nun überheblich klingen. Das stimmt auch. Ich fühle mich in einigen Bereichen überlegen, aber zugleich weiß ich, dass mir Menschen in vielen anderen Gebieten überlegen sind. Zurück zu den Büchern. Es gibt natürlich eine Liste davon.
Ich habe auch festgestellt, dass ich manchmal einfach mehr sprechen sollte. Oft fallen mir Dinge ein, ich habe eine Idee dazu, aber wenn ich nicht aggressiv damit reingehe und den anderen ins Wort falle, wird sich das Gespräch weiterentwickeln und später will ich nichts mehr dazu sagen, weil ich es nicht mehr passend finde.
Die Sessions waren alle gut bis sehr gut. Von den Sessions, die ich besucht habe, gibt es auch eine Videoaufzeichnung. Ich finde es schade, wenn es bei Barcamps keine Aufzeichnungen gibt. Es kommen so viele spannende Dinge auf, die zwar von den teilnehmenden Leuten weitergetragen werden, aber eigentlich könnte man noch mehr erreichen. Daher habe ich den Livestream auch abgespeichert. Derzeit sind sie noch unter mogulus.com/htwo zu finden (unten auf Video on Demand klicken). Ob ich sie bearbeite und noch wo anders hochlade, weiß ich noch nicht.
Als grandiosen Abschluss haben wir am letzten Abend noch das Papernet erfunden, zu welchem ich noch einen eigenen Artikel schreiben werde.
Die Anzahl der Leute hat nichts mit der Qualität des Barcamps zu tun. Es müssen nur die richtigen sein.
Kurz habe ich überlegt eine lineare Aufzählung der Ereignisse abzutippen, von der überteuerten Zugfahrt, den 1-Stunden-Hinweg, die Party, die Sessions, die Party, die Nacht, das Frühstück, das zweite Frühstück, die Sessions und den Abschied sowie die Heimreise, doch die wäre weder komplett, noch besonders spannend. Viel schreiben, wenig sagen. Stattdessen kommt es mir passender vor, die Gedanken, wie sie mir in den Kopf kommen, niederzuschreiben.
Just do it. Ein werbeverseuchter Spruch, der mir dennoch gut gefällt. Ein paar Gedanken muss man sich immer machen, aber dennoch sollte man viel Dinge einfach machen. Für mich ist das gerade in Bloghinsicht wichtig. Wenn ich einen Gedanken habe, sollte ich ihn gleich schreiben. Es gibt Geschichten und Überlegungen, die sich erst langsam im Kopf entwickeln. Die anderen werden aber wieder verschwinden, wenn man sie nicht festhält.
Ich brauche auch kein konkretes Thema für den Blog. Ich bin Deutschland. Äh. Ich bin der Blog. Ich will Qualität bieten, ich will stolz auf meinen Blog sein. Das kann ich nicht, wenn ich nicht schreibe, weil ich mir zu viele Gedanken darüber mache, ob ich es schreiben kann. Ich werde deshalb auch nicht Unsinn bloggen. Qualität ohne bereuen.
Möglicherweise werde ich mir einmal pro Woche ein Thema aus den Medien oder sonstwo hernehem und darüber schreiben. Es geht nicht darum, dass es mich interessiert, sondern dass ich schreibe. Eine kleine Übung. Ein Thema, ein Zeitrahmen und los gehts.
Wie ich schreibe ist wichtig. Was ich schreibe auch. Und wie ich es präsentiere. Die Welt ist komplex, ein Blog auch, aber deshalb muss man es sich nicht kompliziert machen.
Manchmal oder auch immer und nie kommen Sätze, die sich schreiben, weil man nicht denkt, sondern tippt.
Ich muss die Ideen, die entstanden sind, erst ordnen und sie dann in meinem Leben unterbringen. Dann gibt es auch wieder struktuiertere Posts.
Bild: Thurgau
Gepostet von Luca Hammer am
31.05.2008
Barcamp Bodensee 2008
Ich sollte mal wieder schreiben. Einfach so. Nein, keinen Einfach so Text, sondern einfach so vom Barcamp.
Gestern sind wir, ich und Jürgen, nach sieben Stunden Fahrt und zwei Mal umsteigen in Friedrichshafen angekommen sind, waren wir erst einmal Pizza essen. Die deutsche Bahn ist unverschämt teuer, habe ich auch schon getwittert. 75€ pro Richtung. Dafür hätte ich auch zum Barcamp London fliegen können.
In der Jugendherberge bin ich mit Jan, Michael und Sebastian. Das Zimmer wird durch die Sponsoren zu Verfügung gestellt, was mir sehr entgegen kommt.
Die Zeppelin University ist großartig. Könnte ich mir gut vorstellen zu studieren.
Räder bekommen wir ebenfalls kostenlos vom BodenseePeter. Finde ich auch sehr toll.
Gestern am Abend war ein kleines Come Together und um etwa eins in der Nacht waren wir daheim. Nachdem wir heute alle vier vor dem Wecker aufgewacht sind, ging es erst in der Jungenherberge und dann in der Uni zum Frühstück. Kaffee gab es von Sonntagmorgen.
Danach eine Vorstellungrunde, Shirts und Namensschilder. Seitdem streame ich live. Teilweise habe ich auch aufgezeichnet, ob das Material gut genug ist, muss ich erst schauen. Nun geht es auch schon mit den Sessions weiter. Wer will kann live mitchatten: Weiterlesen »
Gepostet von Luca Hammer am
28.05.2008
Die unendliche Geschichte [stöckchen]
Die Sternengreiferin hat mir ein Stöckchen rübergeworfen. Nicht irgendein normales, sodass ihr keine Sorgen haben müsst, ich würde wieder einmal zuviel von mir preisgeben1. Es geht darum eine Geschichte zu schreiben. Eine unendliche Geschichte. Bisher wurde jeweils etwa ein Absatz mit etwa hundert Wörtern geschrieben, aber soweit ich es verstanden habe, gibt es da keine spezielle Begrenzung. Ob ich mehr oder weniger schreiben werde, weiß ich noch nicht, das wird sich dann ergeben, aber ich gehe eher davon aus.
Noch bevor ich angefangen habe zu schreiben, war ich am überlegen, an wen ich das Stöckchen weitergeben könnte. Eingefallen sind mir viele, doch ich wollte einmal etwas neues ausprobieren und sicherstellen, dass es auch beantwortet wird. Schließlich ist das bei solch einem Projekt nicht gut, wenn es länger wo liegen bleibt. Daher habe ich bei Twitter gefragt, wer denn weiterschreiben möchte und sogleich hat sich Susanne Holzer gemeldet.
Möglicherweise wäre es sinnvoll eine Liste mit Bloggern zu erstellen, die gerne mitmachen würden. Einerseits findet man so weitere interessante Blogs und andererseits wird vermieden auf Personen zu treffen, die keine Lust oder Zeit haben.
Doch nun zum Stöckchen selbst.
Ich möchte eine unendliche Geschichte schreiben. Jeder Blogger, der Bock hat, kann sich sozusagen einmischen und das Stöckchen aufnehmen und weiterverarbeiten. Ich möchte euch bitten, dass ihr die jeweiligen vorherigen Postings übernehmt, d.h. wenn jemand zu euch auf den Blog kommt, dann soll er nicht nur einen einsamen Satz oder möglicherweise zwei Sätze in einem Posting bei euch finden, sondern er soll die Story finden, so weit wie sie bereits gekommen ist. In einem Monat gibt es von mir ein Update mit der Story, so weit wie sie bereits erzählt worden ist. Bitte vergesst nicht, einen Kommentar oder Trackback zu hinterlassen, damit die Leser unseres kleinen “Experiments” nicht plötzlich mit einem großen Fragezeichen auf der Stirn verzweifelt nach dem Fortgang unserer Story suchen müssen.
Tommy erwachte in der Dunkelheit. Es war so stockdunkel, dass er nicht das Geringste sehen konnte. War er am Tag oder in der Nacht erwacht, fragte er sich. Langsam spürte er Panik in sich aufsteigen. Die Dunkelheit schloss Tommy ein, umgab ihn mit einer so undurchdringlichen Schwärze, dass er sich fragte, ob die vage Erinnerung an Licht, die es irgendwo in der Tiefe seines Gedächtnisses gab, vielleicht nur ein Traum sei. (Tshalina)
Obwohl er seine Augen aufriss, war dort nichts als schwärzeste Finsternis. Langsam richtete Tommy sich auf und begann, sich einen Weg zu ertasten in diesem Raum, der ihm völlig fremd erschien. Ist er vorher schon einmal hier gewesen? Er ist sich nicht sicher, denn er verspürte einen vertrauten Geruch in seiner Nase und er hörte Musik, sanfte und wohlklingende Musik. Er hörte sie ganz deutlich. Seine Ohren brachten ein paar Farben in die Dunkelheit. Es musste doch einen Weg hier raus geben. (Konna)
Tommy fragte sich, wie er überhaupt in diesen Raum gekommen war. Er konnte sich undeutlich an ein Fest erinnern, bunte Lichter, Musik, zwei Männer, Sirenengeheul, dann nichts mehr. Wo war er hier gelandet? Tommy fühlte in der Dunkelheit eine Wand, die er entlangging, bis seine Hände eine kühle, raue Oberfläche ertasteten. Eine Tür! Er drückte die Klinke herunter - die Tür war abgeschlossen. (Jakob)
Die Musik, die noch immer zu vernehmen war, schien jenseits dieser verschlossenen Türe ihren Ursprung zu nehmen. Tommy legte sein Ohr an das rissige Holz und versuchte die anderen Geräusche zu identifizieren, die sich unter die Töne mischten. Er hielt die Luft an. Das Pochen seines eigenen Pulses jedoch ließ ihn Sekunden später schwer durchatmen. Erneut nahm Panik von ihm Besitz. Er wollte hier raus, und das sofort. Mit einem Mal war ihm völlig egal wo die Musik herkam, oder was sich hinter dieser Tür verbarg. In dem Moment, als er sich aufrichten wollte, flog die Türe auf und traf Tommy mit voller Wucht auf der Schläfe. Wage konnte er noch ein helles Licht und den Umriss einer Gestalt ausmachen, bevor er taumelnd zu Boden sank. (lexxa)
Im Gegensatz zu seinem letzten Erwachen, war es dieses Mal so hell um ihn herum, dass es seine Augen sofort wieder zudrückte. Im gleichen Moment spürte er einen stechenden Schmerz im Kopf und versuchte sich zu erinnern was passiert war und wie er hier her kam. Ein Fest, Musik, ein dunkler Raum, die Holztür… Jemand muss die Tür ruckartig aufgemacht haben gerade in dem Moment wo er den Ausgang fand.
Noch einmal versuchte er seine Augen zu öffnen, das grelle Licht im Raum brannte in seinen Augen. Als er wieder etwas sehen konnte, erkannte er, dass er in einem Krankenhaus sein musste, neben ihm sass seine Freundin und lächelte ihn an. (Autor ohne Talent)
Alles war weiß. Die typische Sterilität eines Krankenhauses. Tommy richtet sich in seinem Bett auf, der Polster plusterte sich wieder auf. “Hallo.”, sagte seine Freundin, “Du hast ja lange geschlafen.” Er hatte also geschlafen, doch viel eher kam es ihm vor, als wäre er gerade erst aus einem monatelangen Koma erwacht. “Emilie.” Er stockte. Seine Stimme kam ihm unheimlich vor. Doch er wagte einen weiteren Versuch. “Emilie. Wa-, was mache ich hier?” Und sie begann ihm alles zu erklären und je länger sie sprach, desto unglaublicher und dubioser erschien ihm seine eigene Geschichte. (just4ikarus)
Er hörte Emilie aufmerksam zu, doch je mehr sie erzählte, desto weniger konnte Tommy glauben, dass das alles wirklich geschehen sein sollte. Die Bestellung von 70 Pizzen, ein Anruf mit verstellter Stimme beim BKA, ein Striptease bei den Nachbarn, und eine Bombendrohung im nahegelegenen Bahnhof. Das alles sollte auf sein Konto gehen. “.. und als die Polizei schließlich kam, hast du geschrien, dass du dich jetzt im Bunker verstecken wirst, und bist in den Keller gerannt, wo du dich selber eingesperrt hast.” Er sah an Emilie vorbei aus dem Fenster, durch das helle Sonnenstrahlen in sein Krankenzimmer fielen. Jetzt, wo sie alles erzählt hatte, spürte er, wie die Erinnerungen des gestrigen Tages langsam zurück kamen. Es war ihm unangenehm und er hatte ein schlechtes Gewissen, dass Emilies Geburtstagsfeier so ausgegangen war. “Doch leider ist das noch nicht alles..” (Sternengreiferin)
Emilie beugte sich näher zu Tommys Kopf und sprach mit leiser Stimme. “Das alles wären Streiche eines dummen Jugendlichen. Hättest du nicht alles in einer Nacht gemacht, würden sie ein Auge zudrücken.”, sie wurde schneller und aufgeregt: “Verdammt, Tommy, WARUM?!” Sie starrte ihn an. “Sie haben schon einen Bluttest gemacht und keine Anzeichen auf Drogen gefunden. Der Alkohol war es auch nicht. Du dürftest sogar noch mit dem Auto fahren.” Kopfschüttelnd saß sie da.
Tommy sah wieder aus dem Fenster. Er konnte sich an nichts erinnern. Nur einzelne Bilder kamen zurück, als Emilie ihm erzählt hat, was er getan haben soll. Er sah sich selbst, wie er ihm Bahnhof steht, eine Art Bombengürtel um den Körper. Sah sich schreien, doch hörte nichts. Warum. Krampfhaft versuchte er sich an den Moment zu erinnern, als er noch bei Bewusstsein war.
Der Weg zur Party. Es war ein sonniger Frühlingstag. Die Vögel zwitscherten, er genoß die Wärme und freute sich auf den Abend. Nach all dem Stress in der Schule einen Abend komplett entspannen mit den Menschen, die er seine Freunde nannte. In seinem Rucksack das Geschenk für Emilie, ein schwarzer Kapuzenpulli mit pinken Ohren. Schon lange hatte sie sich einen solchen gewünscht, doch bisher konnte sie ihn nirgends finden. (Luca)
Weiter geht es dann bei Susanne.
- Das kommt sowieso [↩]
Gepostet von Luca Hammer am
27.05.2008
EM-Tickets gewinnen
Da mich Fußball selbst nicht sonderlich interessiert, gebe ich den Tipp an meine Leser weiter. Bei Jana findet ihr den Link zu den letzten EM-Tickets.
Bild: Brit.

