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Was macht Luca Hammer?

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(hust) Sechs Monate mit insgesamt drei Blogbeiträgen. Ein kleiner Rückblick auf die vergangenen Monate, womit ich mich beschäftigt habe, was in Zukunft für mich wichtig sein wird und wo ihr mich finden könnt sowie ein Teaser, was euch in Zukunft auf 2-Blog erwartet.

lucahammer

Ein Blick in das Blogarchiv sagt mir, dass ich das Blog stark vernachlässigt habe. Nach dem Beitragshoch vor zwei Jahren ist es kontinuirlich abwärts gegangen1 und heuer zu einem Stillstand gekommen. Der letzte Beitrag ist zwei Monate alt. Damals© hätte man meinen Blog tot genannt. Nun stelle ich mir natürlich die Frage, warum dies so ist. Die Gründe sind recht trivial, dennoch werde ich auf sie eingehen. Nicht als Gründe für den Niedergang dieses Blogs, sondern als ausschlaggebend für das nächste Hoch. Nicht nur das erneute Aufblühen des Blogs sondern auch der Person, die dahinter steht. Es hat schwere Zeiten gegeben, einige von euch2 waren dabei, haben aufmunternde Kommentare geschrieben und mir wieder auf die Beine geholfen. Seitdem ist viel passiert.

Ich habe meine Gefühlswelt größtenteils ausgelagert3 und den Blog versucht hochzuzüchten. Qualitativ hochwertige Beiträge, Recherche und Analyse. Nicht immer habe ich es geschafft und das ist auch der Grund, warum viele Beiträge nie veröffentlicht wurden. Mein Erwartungen an mich selbst sind weiter gestiegen bis ich es aufgegeben habe noch für den Blog zu schreiben, weil ich keine Lust hatte wieder alles zu verwerfen. Hin und wieder habe ich mich doch aufgerafft. Meist war ich danach unzufrieden und wollte die Beiträge schon wieder löschen. Habe ich aber nicht gemacht. Ich habe über die Zeit etwas von meinen Grundsätzen abgelassen und gefühlt zuviel meiner Persönlichkeit ausgesperrt. Genau das Element, das den Blog interessant macht. Ich möchte mich auch über den Inhalt abheben, aber meine Meinung soll ihren Platz haben. Gefühle bleiben weiterhin außen vor, weil das bei gewissen Zielgruppen einfach nicht so gut ankommt.4 Zielgruppen. Ihr habt schon richtig gelesen, dieser Blog lässt die ertragreichen Jahre des Blogsphärenadabeiseins hinter sich und soll in Zukunft den Autor bei seinem Ego-Promoting unterstützen indem er sein Wissen nach außen trägt und nicht fremde Federn weiterträgt, wie ich es bei Twitter oft mache. Hier sollen neue Samen gesät werden, die sich über das Web verstreuen und irgendwann zu kräftigen Pflanzen werden. Aber genug der Metaphern und weiter mit den restlichen Gründen für meine Blog-Abstinenz.

Ich war, bin und werde beschäftigt sein. Und es macht Spaß. Social Web. Fokus Blogs.

Fangen wir an.

Twitter

Ich habe in einem der letzten Beiträge bereits über Twitter geschrieben, aber wie wir wissen ist dieser bereits zwei Monate vergangen und Twitter spielt momentan eine zu wichtige Rolle, als dass ich es in dieser Aufzählung auslassen könnte.

Twitter. Nachrichtendienst, Fundgrube, 140-Zeichen-Lyrik. Leben, Leiden, Web und Technologie. Pure Lebensfreude.

Ihr findet mich hier auf Twitter. Jedoch muss auch hier wieder dazusagen, dass ich mich vor einigen Stunden dazu entschlossen habe, dass die Gefühle und totale Offenheit keinen Platz mehr in diesem Account haben und somit wurden sie ausgelagert. Ein Zweitaccount. Genauso wie ein Zweitblog. Nur bei Twitter. Den Namen gibt es nicht öffentlich und ich hoffe auch, dass es so bleibt. Falls dennoch jemand der Meinung ist, dass er alles von mir mitbekommen sollte und der mir nicht nach ein paar Tweets einen Psychiater empfiehlt, weil er oder sie nicht damit umgehen kann, dass ich mehr Dinge schreibe als andere, kann sich bei mir melden. Einfach eine Direct-Message schicken. d luca. Ihr wisst schon. Wer nicht auf Twitter ist, wirkt unglaubwürdig. Stalker habe ich schon genug.

Bei diesem Twitter Account geht es mir im Kern um die gleichen Themen wie im Blog, jedoch mit einer höheren Geschwindigkeit und ohne großen Analysen oder Gedanken. Instant Information. Thematisch muss ich Social Web angeben, auch wenn das sehr umfangreich ist, weil ich mich dort auf einzelne Dinge zu beschränken und man immer wieder einen größeren Blick darauf braucht. Die weiteren Themen sind nur Bereiche von Social Web, damit versuche ich aber etwas mehr auszudrücken, damit man weiß, ob es sich lohnt mir zu folgen oder nicht. Was man am Ende sowieso nur über das tatsächliche folgen herausfinden kann. Blogs und Social Media. Gerade jetzt, wo immer mehr Leute ins Netz vordringen und Unternehmen die Veränderung erkennen ist dieser Bereich spannend. Die Möglichkeit für jeden online zu veröffentlichen. Zu Beginn ein gewisser Ausgleich, damit sich dann wieder einzelne Personen hervortuen können. Hoffentlich aufgrund ihrer Inhalte und nicht nur von Techniken5. Web Tools. Wann immer ich die Möglichkeit habe bei einer interessanten Beta dabei zu sein, nehme ich diese wahr. Es kostet viel Zeit, aber man lernt auch enorm. Hin und wieder vergebe ich Beta-Invitations über den Twitter-Account. Ansonsten kann ich wahrscheinlich weiterhelfen, falls ein spezielles Tool gesucht wird.

BlogWerkstatt

Geld. Immer wieder ist vom Bloggersellout die Rede. Gerade hat es Vodafone geschafft damit auf sich aufmerksam zu machen, wobei ich dort der Meinung bin, dass man erst noch abwarten muss, bevor man irgendjemanden verteufeln sollte. Aber zurück zu mir. Da es das Grundeinkommen noch nicht gibt, muss auch ich dafür sorgen, dass das Gas nicht abgedreht wird und ich etwas warmes auf den Tisch bekomme6. Den eigenen Blog zu einer Gelddruckerei umzufunktionieren hat mir noch nie so recht gefallen, auch wenn ich gegenüber gekennzeichneten bezahlten Beiträgen genauso wie Review-Produkten7 offen gegenüber stehe. Dennoch habe ich in den letzten Jahren gemerkt, dass ich mich weiterhin mit Blogs beschäftigen möchte und so ist es mit entgegen gekommen, dass ich von Mehrblick gefragt wurde, ob ich Interesse habe mit der BlogWerkstatt zu arbeiten. Vor einiger Zeit wurde ich zum CTO befördert.8

Die BlogWerkstatt bietet Beratung, Konzeption und Umsetzung von Weblogs für Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen.

Wir wollen niemanden einen Blog verkaufen, weil er glaubt, dass es gerade in ist, sondern weil jemand etwas zu sagen hat. Weil jemand in den Dialog mit seinen Stakeholdern treten und/oder sich öffnen will. Für Sozial- und Umwelt Projekte gibt es einen Rabatt von 30% und bald wird es eine weitere Aktion, die für manche von euch interessant sein könnte.

Blogs? Das kann ich mir auch selbst aufsetzen. Natürlich. Du kannst dir auch einfach einen bei WordPress.com oder einer anderen Plattform nehmen. Dann sparst du dir unzählige Stunden, die du mit dem eigenen System verbringst bis es so aussieht, wie du es dir vorstellst und es auch funktioniert. Wenn du die Zeit hast, bist du nicht Zielgruppe. Wenn ich die Zeit habe, dann wasche ich auch gerne ab oder bügle. Es geht um Personen und Unternehmen, die nicht die Zeit haben sich das Wissen selbst anzueignen oder jemanden intern dafür anstellen können. Personen, die sich schon seit Jahren mit der Thematik beschäftigen und beim Start eine große Hilfe sein können sowie die Wartung des Systems übernehmen und da sind, wenn einmal etwas nicht funktioniert.

Medien-Forschung.at

Studium. Das gibt es auch noch. Ich habe mich vor zwei Jahren nach einem Abstecher in die BWL dazu entschieden Kommunikationswissenschaften an der Uni Wien zu studieren und werde dies auch weiterhin machen. Nicht immer mit der Intensität, wie ich es von mir erwarte, aber recht kontinuierlich. Sodass ich in ein bis zwei Jahre meinen Bachelor habe und mich dann entscheide ob ich den Master dranhänge oder nicht.

Medien-Forschung.at ist ein Projekt, das ich mit dem großartigen Moritz gestartet habe. Es geht darum vor allem Studenten, die sich für den Bereich Medien interessieren und etwas mehr wollen, als ihnen an der Uni geboten wird. Noch befindet sich das Projekt in den Startlöchern und wir suchen noch Mitstreiter, die uns unterstützen und mitmachen wollen. Das erste Treffen hat im Museumsquartier stattgefunden, bei dem Julian Ausserhofer über die Network-Actor Theory gesprochen hat. Neben diesen regelmässigen, monatlich bzw. 2-wöchentlichen, Themenabenden mit Diskussion wird es in Zukunft auch eine Webplattform mit diversen Angeboten geben. In meiner Vision geht es um kollaboratives Forschen und eine weitere Öffnung der Forschung für die Allgemeinheit. Wer sich hierfür interessiert, kann sich mal eben das news update oder den RSS-Feed abonnieren.

Blögger

Die Initiative zur Stärkung österreichischer Mikromedien.

Auch wenn es etwas ruhiger rund um Blögger geworden ist, heißt das nicht, dass ich nicht oft daran denke und darüber rede. Blögger wird weiter geöffnet werden um neuen Schwung zu bekommen und diesen zu halten. Es ist ein Projekt in Planung, das im September starten soll, dazu aber mehr auf Bloegger.at.

Für die Leser, die Blögger bisher nicht kannten.
Das Hauptziel von Blögger ist es österreichische Mikromedien, im speziellen Blogs, zu stärken. Dazu gehört es Blogger untereinander zu vernetzten, was sehr erfolgreich durch den Blogtail (Video, Fotos) passiert. Neue Leute mit Blogs in Berührung zu bringen, was ebenfalls beim Blogtail passiert, aber auch in Gesprächen und über die Website (die wieder einmal aktualisiert gehört). Aufklären, dass Blogs viel mehr sind als Onlinetagebücher. Es geht um Wissenstransfer, Dialog, alternativen Journalismus und vieles mehr.

Im September habe ich etwas Zeit für Blögger eingeplant und falls jemand von meinen Lesern mitmachen will, sei es mitarbeiten, einen Blogtail sponsorn oder einfach dabei sein, kann er sich gerne bei mir melden.

Poken

Poken sind digitale Visitenkarten. Das fehlende Bindeglied zwischen digitaler und materiellen Identität. Die Erlösung für alle Networker.

Ein Schlüsselanhänger, der eine eindeutige ID besitzt, die er an einen anderen Poken per Nahbereichfunk (man muss sie aneinander halten) übertragen kann. Via USB steckt man den Poken dann an den Computer und er verbindet sich dort mit einer Website, auf der man sieht wen man aller getroffen hat und schon kann man sich mit der Person auf diversen Plattformen im Web, je nachdem was sie angegeben hat, vernetzen. Weiters kann man die vCard der getroffenen Person herunterladen um sie in Outlook oder ähnliches zu importieren.

Vor einigen Wochen wurde ich von missionpoken gefragt, ob ich Interesse hätte Missionpoken Österreich zu machen, da ich aber nicht genug Zeit dafür habe, haben wir uns darauf geeinigt, dass ich eine Zweigstelle für missionpoken werde und in Österreich Gespräche mit Leuten führe, Poken verkaufe und auch der Versand über mich läuft. Man kann sich also einen Poken über missionpoken bestellen oder ihn direkt bei mir kaufen. Auch wenn eine Firma Interesse hat Poken mit ihrem Logo zu versehen um sie an Kunden zu verkaufen oder bei einem Event plant, den Teilnehmern Poken zu geben, damit die besser netzwerken können, kann sie sich bei mir melden.

Social Web Stuff

Facebook, soup.io, und andere Seiten fordern ein gewisses Zeitkontingent. Ich weiß gar nicht mehr in wie vielen Alphas und Betas ich momentan bin, aber es macht mir Spaß und die Entwickler sind meist sehr dankbar über das Feedback. Sodass ich darüber auch hin und wieder ein bisschen verdiene, obwohl ich es nicht fordere.

Twitter habe ich schon Eingangs erwähnt, möchte es aber auch hier anbringen, weil es aktuell eine der aufwändigsten, aber auch liebsten Social Web Anwendung ist.

Solltet ihr gerade an einem Web Start Up basteln würde ich mich über eine Einladung freuen und euch gutes Feedback geben. Auch wenn ihr erst in der Planungsphase seit, können wir uns gerne einmal zusammensetzen und plaudern.

Aus dem Alltag der Medienzukunft

Dieser Blog hat einen Claim und diesen will ich bei den nächsten Beiträgen stärker beachten als bisher. Ich bin nicht mehr der kleine, nette Blogger, der darüber schreibt wo der Schuh drückt und dass er letzte Woche in Istanbul war. 2-Blog hat sich gewandelt. Es geht um eine Welt, die sich durch Menschen und die Medien, die sie benützen definiert. Es geht um meine Welt. Ein Leben mit dem Internet und im Web. Ständige Vernetzung. Eine Veränderung des Medienkonsums und wie Menschen kommunizieren. Das Zusammenspiel aus Information und Beziehungen zwischen den Kommunikatoren. Ihr dürft gespannt sein.

Sideblog

Da das alles noch etwas zu wenig ist, habe ich mich dazu entschlossen einen Sideblog zu starten, wo ich all die kleinen Beiträge veröffentlichen kann, die in meinen Augen nicht gut genug für den Hauptblog sind. Vielleicht wird der Sideblog irgendwann in den Hauptblog übergeführt, aber bis dahin ist er nur hier zu finden oder über diesen Feed zu abonnieren. Dort wird es nicht nur mehr Dinge aus dem Alltag der Medienwelt sondern alles rund um Luca geben.

Luca²

Ich bin etwas mehr als man hier lesen kann, aber das ist einem speziellen Personenkreis vorbehalten. Falls ihr glaubt ihr gehört dazu, dann schreibt mir einfach eine Mail oder DM. Persönliche Dinge, die die Allgemeinheit nicht interessieren.

Noch Fragen?

  1. Es ist ganz klar, dass die Wirtschaft sich an den Blog angepasst hat. []
  2. Ich glaube nur ein Burchteil der Leser, weiß wovon ich gerade schreibe. []
  3. Wen das wirklich interessiert, der soll einfach weiterlesen. []
  4. Weiterlesen, nicht immer hierhin schauen. []
  5. SEO Seitenhieb []
  6. Wobei im Moment fürs Kochen nur selten Zeit ist. []
  7. Im Moment teste ich ja das N97 []
  8. Vielleicht kommt da noch was. []

Veröffentlicht von

Ich studiere derzeit Medienwissenschaften an der Uni Paderborn und arbeite an meinem Projekt #Blognetz. | |

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  1. Bin beeindruckt über deine Ehrlichkeit! Es braucht Mut offen über seine Gefühle zu schreiben. V. a. Wenn man verlautbart nicht mehr darüber zu schreiben.

    Blögger find I supa.

    Die media-research Geschichte auch – Forschung angewandt nutzbar machen: ein Grundproblem seit Jahren. Vielleicht schafft ihr es …

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  2. nicht Quantität sondern Qualtität zählt.. Blogs die es schaffen sogar mehrfach am Tag zu bloggen lese ich eh aus Prinzip nicht :P

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  3. schöner artikel, ich muss mich auch ab und zu aufraffen einen artikel zu schreiben. winters gehts natürlich besser, als sommer.

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  4. Schön, dass du jetzt endlich wieder zurück bist! Und wie schon Alice meinte, die Qualität muss stimmen, dann ist die Quantität gar nicht mehr so wichtig. Und dass du qualitativ hochwertige und gut recherchierte Beiträge schreibst, weißt du wohl auch schon selbst. :)

    Und so freue auch ich mich auf deine kommenden Beiträge! Es scheint ja, als ginge es jetzt nun wieder richtig los. Ich freu’ mich!

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