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Neues Fernsehen | Die besten Livestreaming Tools

24 Kommentare

Die User gehen neue Wege und Fernsehanstalten müssen sich anstrengen, damit sie nicht vom Zug überrollt werden. Über den ORF, ATV, User-Generated-TV und den besten Tools dafür. Die Fernsehrevolution in einem Beitrag.

Swamp TV.
CC photo credit: James Good

  1. Persönlicher Zugang
  2. ORF heute
  3. ORF morgen
  4. ATV
  5. Livestreaming Tools
    1. USTREAM
    2. Mogulus
    3. make.tv
    4. Qik
    5. Flash Media Encoder
  6. Fazit

Persönlicher Zugang

Ich besitze keinen Fernseher

Als ich nach Wien gezogen bin, hatte ich lediglich zwei Koffer und meine Laptoptasche bei mir. Vorläufig konnte ich bei Verwandten wohnen. Nach einer 3er-WG bin ich diesen Sommer in eine 2er-WG umgezogen. Seit einem Jahr lebe ich ohne Fernseher. Wenn ich mich zurückerinnere, hat es eine Zeit gegeben als ich beinahe täglich mehrere Stunden vor dem Fernseher verbracht habe. Heute erscheint mir das verrückt. Ich kann nicht mehr nur vor dem Fernseher sitzen. Meist habe ich den Laptop bei mir oder zumindest das Handy, um meinen Drang nach Informationen und Interaktion zu befriedigen.

Damals bin ich nach Hause gekommen, habe mich vor den Fernseher gesetzt und das geschaut, was gerade lief. Bestimmte Sendungen, vor allem Serien, wurden fix in die Wochenplanung integriert. Diese waren auch Schuld, dass ich nichts mit Freunden unternommen habe. Schließlich läuft die Serie nur zu diesem Zeitpunkt und man will nichts verpassen. Wenn es nicht anders ging, wurden sie aufgenommen. Aber auch nur ungern.

Man kann sagen, mein Leben war an das Fernsehprogramm angepasst.

In Wien hat sich das ganze schlagartig geändert. Ich besaß keinen Fernseher. Zu Beginn habe ich eine Serie noch bei den Bekannten geschaut, aber das hat sich schnell geändert. Ich habe begonnen die alternativen Möglichkeiten intensiver zu nützen. Dadurch hat sich mein Medienkonsum stark geändert. Das Internet wurde zum zentralen Punkt. Ich habe täglich gebloggt, hunderte Blogs verfolgt, Serien online geschaut oder heruntergeladen. Bei wichtigen Ereignissen habe ich mir die Livestreams von englischen/amerikanischen Nachrichtensendern angesehen. Bis auf das tägliche bloggen, hat sich daran nicht viel geändert.

Ich schaue Serien, wenn sie erscheinen im Original-Ton und HD und nicht ein halbes Jahr später im ORF. Manche schaffen es auch gar nicht nach Österreich. Den Zeitpunkt bestimme ich und keine Medienanstalt. Informationen hole ich mir aus dem Netz. Dank Twitter1 und Blogs meist vor den großen Medienanstalten2. Dank RSS-Feeds kann ich mir ein minutenaktuelles Magazin zusammenstellen, das genau meine Interessen behandelt. Und Blogs erheben erst gar nicht den Anspruch objektiv zu sein, doch das wird Thema eines anderen Beitrags sein.

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ORF heute

Was bietet der ORF?


CC photo credit: richard.pyrker

Ich habe mir das Programm vom ORF für Donnerstag den 20.11.2008 angeschaut, damit ich nicht nur über das Programm von vor zwei Jahren schreibe.

Im ORF 1 laufen 14 Kinder- und 18 Jugendserien3, 2 Serien nach 20:00 Uhr, 4 Newsschnipsel, 3 Komödien und 1 Dorfers Donnerstalk. Der ORF 2 ist mit 8 Nachrichtensendungen, 4 Wettersendungen, 2 Kochsenudngen, 6 Telenovelen, 11 Infosendungen, 2 Talkshows, 1 Film und Universum zumindest gut von ORF 1 differenziert.

Von den 34(!) Serien in ORF 1 interessiert mich lediglich eine und die habe ich bereits mit Originalton gesehen. Dorfers Donnerstalk empfinde ich noch als interessant. Die besten Szenen werde ich aber via YouTube konsumieren können, der Rest ist sowieso nur Beilage.

Aus ORF 2 gibt es mehrere Informationssendungen, die ich als interessant ansehe, weil sie gut recherchierte(?) Hintergrundinformationen bringen. Doch wenn mich ein Thema interessiert, werde ich bereits mehr Informationen dazu haben, als sie in der Sendung unterbringen können. Noch dazu habe ich echte subjektive statt falsche objektive Standpunkte konsumiert. Video- und Bildmaterial ist in den meisten Fällen auch genügend vorhanden.

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ORF morgen

Was ich mir vom ORF erwarte

2007 ... a good time was had by all
CC photo credit: woodleywonderworks

Zentrale Frage ist für mich die Aufgabe des ORF. Ein Sender für die Bevölkerung. Jeder ist schuldig, bis er seine Unschuld beweist und muss Gebühren zahlen4.

Ausgelöst durch eine Aussage von Wolfgang Lorenz (“Scheiß Internet”5 ) ist in der Blogosphäre eine Diskussion über den ORF und das Internet entstanden (1 2 3 4 5 6 7 8 …). Soweit ich die Diskussion mitbekommen habe, geht es vor allem darum wie sich der ORF in Zukunft im Internet geben soll, bzw. das “junge Publikum”6 einbindet. Ist mir ehrlich gesagt vollkommen egal. Der ORF hat mich bereits verloren und wird nicht zurückbekommen. Warum auch? Immer mehr Contentlieferanten werden erkennen, dass der Weg über klassische Sendeanstalten nicht mehr zum Erfolg führt. Monty Python macht es vor. Sie geben ihr gesamtes Material in hoher Qualität, katalogisiert und getaggt auf YouTube. Warum sollte ich dann noch auf den ORF warten, dass er sich irgendwann erbarmt etwas davon spätnachts zu übertragen? South Park gibt es ebenfalls bereits komplett online. Warum ich von Liveübertragungen im ORF nur wenig halte, werde ich im letzten Abschnitt schreiben. Ich erwarte mit vom ORF also gar nicht, dass er das sendet, was mich interessiert. Was will ich dann?

Etwa jeder zweiter Österreicher hat einen Internetzugang. Doch nur die wenigsten nutzen auch die dadurch entstandenen Möglichkeiten. Laut der aktuellen Media-Analyse7 wird es hauptsächlich zum E-Mail schreiben und gezielten Suchen verwendet. Blogs, Social Networks, kollaboratives Arbeiten und hunderte andere Verwendungszwecke gehen vollkommen unter. Zwei weitere Beispiele: An der Universität wurde in der Lehrveranstaltung Arbeitstechnik Multimedia gefragt, wer aller bloggt. Von dreißig Teilnehmern waren dies vier Personen, wovon eine angab bei Yigg zu bloggen. In der Lehrveranstaltung Arbeitstechnik Kommunikationsforschung kannten nur vier Teilnehmer von dreißig flickr. Ich möchte darauf hinweisen, dass es sich dabei um die Studienrichtung Publizistik- und Kommunikationsforschung handelt. Ein großer Teil der Teilnehmer möchte später Journalist werden. Dass sich nur 10% von ihnen im Web auskennen hat mich schockiert.

Ich erwarte mir vom ORF, dass er in seiner Position als öffentlich-rechtlicher Sender die Bevölkerung für ein neues Medienzeitalter, das schon angebrochen ist, vorbereitet. Selbst wenn er sich dadurch selbst auslöscht, sehe ich es als seine Aufgabe, dass er für eine bessere Medienkompetenz einsetzt. Jeff Jarvis sagt in einem Interview mit dem elektrischen Reporter, dass News-Medien schrumpfen werden und klassische Medienhäuser neue Aufgaben haben. Sie sollen diese erfüllen indem sie den Menschen Tools zu Verfügung stellen, mit denen diese besser ihren Newsalltag bewältigen können. Gemeint sind unter anderem Plattformen, wo ihre Inhalte ein Podium bekommen. In meinen Augen ist dafür schon zu spät. Andere Unternehmen haben sich dieser Aufgabe angenommen oder die User hosten ihre Plattform selbst. Ein großer Teil der Bevölkerung weiß nicht einmal von der Existenz solcher Dienste.

Dan Gillmor sagt, dass Journalisten die Welt nicht mehr von außen betrachten sollen, sondern selbst ein Teil von ihr werden müssen. Um nicht noch weiter in die zukünftigen Aufgaben von Reportern abzuschweifen, zurück zum ORF.

Als erstes muss der ORF selbst mit dem Internet vertraut werden, was nicht heißt, dass er seine Internettätigkeiten ausbauen soll, und dann muss er den Österreichern helfen sich dort zurecht zu finden. Wege gibt es viele und es ist auch nicht Ziel dieses Beitrags eine mögliche Strategie aufzuzeigen. Der ORF wird in seinem aktuellen Status untergehen. Ich will, dass er die Bevölkerung nicht mitreist, sondern ihr hilft in tausenden Booten eigenständig in die Zukunft zu segeln.

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ATV

Die Privaten sind auch noch da

flickrnight!
CC photo credit: alvez

Ich kann mich noch erinnern, wie ich mich gefreut habe, als endlich ein dritter Sender gekommen ist8. Doch mit der Zeit haben mich die neuen Formate immer mehr gelangweilt. Dennoch ist es eine Alternative zum ORF geblieben. Dank Judith habe ich hin und wieder einen kleinen Einblick in den Sender bekommen und beim letzten Barcamp wurde dann das ein Teil der zukünftigen Internetstrategie von ATV enthüllt. Bei Max oder Ritchie kann man sich das entsprechende Video ansehen.

ATV wird seiner Community, die ohne Frage bereits besteht, eine Plattform bieten, wo sie ihre Inhalte präsentieren kann. Soweit es möglich ist, will man auch die Eigenproduktionen On-Demand9 anbieten.

Ob ATV es schafft weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist es ein guter Ansatz die Leute einmal eine andere Seite des Internet zu zeigen, als nur E-Mail und Informationssuche.

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Livestreaming Tools

Wir machen unser Fernsehen selbst

Nun komme ich zum eigentlichen Grund für diesen Beitrag. Livestreaming. Seit seinem Aufkommen hat es mich fasziniert. Was früher Fernsehanstalten vorbehalten war, ist nun jedem möglich. Die nötige Ausrüstung kostet, Computer vorausgesetzt, von 20€ aufwärts. Neben der Kombination aus Computer und Kamera kann man auch direkt über das Handy senden. Damit ergeben sich bisher ungeahnte Möglichkeiten. An dieser Stelle möchte ich euch drei Services für den Computer und eines fürs Handy vorstellen. Wer sich für weitere interessiert, kann gerne in meinen Bookmarks stöbern.

Alle drei Services sind von jedem halbwegs aktuellem Computer ohne Vorkenntnissen verwendbar. Es muss auch kein zusätzliches Programm installiert werden. Die Internetverbindung sollte je nach gesendeter Qualität eine gewisse Bandbreite aufweisen. Im Normalfall reicht eine normale DSL-Anbindung, wie sie im privaten Bereich üblich ist.

Alle Services sind kostenlos10 nutzbar.

  1. USTREAM
  2. Mogulus
  3. make.tv
  4. Qik
  5. Flash Media Encoder


USTREAM

USTREAM ist der Klassiker unter den Livestreaming-Services. Innerhalb von Sekunden kann man mit seiner Sendung live gehen.

1. Anmelden (OpenID wird unterstützt)
2. Broadcast Now klicken -> neues Fenster öffnet sich, Flash fragt, ob es die Kamera verwenden darf
3. Broadcast Now klicken -> Sendung geht live

Links oben bekommt man den Link zur eigenen Show. Man kann ihn aber auch direkt aus dem Fenster heraus zu twitter schicken. Der Chat startet automatisch und jeder kann schreiben. Um seinen Nick zu ändern muss man den Befehl /nick NICKNAME eingeben. Wenn man will kann man über den Button Record Now die Sendung gleich aufnehmen, damit sie später On-Demand zur Verfügung steht. Über die Advanced Settings kann man die Framerate einstellen, das Bild smoother machen, das Soundmixing einstellen oder den Chat anzeigen. Weiters gibt es die Möglichkeit Cohosts einzuladen, also weitere Personen, die eine Kamera haben und über den gleichen Kanal streamen sollen. Auch einfache Text-Einblendungen oder eine Youtube-Video im Bild laufen lassen ist möglich.

Dann sind die Möglichkeiten von USTREAM auch schon erschöpft. Wer schnell etwas streamen will und keine aufwendigen Einblendungen braucht, kann damit sicher etwas anfangen.


Mogulus

Mein ehemaliger Favorit. Mogulus bietet viele Anpassungsmöglichkeiten und ein tolles Studio. Auch hier läuft alles im Browser ab. Hier sollte der Computer bereits etwas schneller sein, weil das Studio komplett auf Flash basiert und daher einiges an Rechenleistung fordert. Auch hier kann man sofort mit dem streamen beginnen, aber ich empfehle sich erst einmal mit den Möglichkeiten vertraut zu machen.

Man den Channel personalisieren (Themes, Farbe, Logo), Einblendungen vorbereiten, Videos (dirket hochladen oder YouTube) einstellen, wenn man nicht live sendet, Werbung abschalten, Teammitglieder verwalten und noch ein paar Dinge.

Besonderes schön wurden die Einblendungen umgesetzt. Von Komplett-Overlays bis hin zu Laufzeilen ist alles Möglich. Ihr Aussehen wird über das Theme, welches für den Channel gewählt wurde, beeinflusst. Momentan sind fünf verschiedene verfügbar, die alle sehr professionell aussehen. Sender-Logos können selbst hochgeladen werden.

Bei der Sendung selbst kann zwischen verschiedenen Kameras und vorbereiteten Storyboard gewählt werden. Die Einblendungen werden live hinzugeschalten. Weiter kann man die Show automatisch aufzeichnen lassen. Ein Nachteil ist, dass die Einblendungen nicht mitaufgezeichnet werden. Tolles Feature ist die Möglichkeit Qik als Input zu verwenden. Einen Chat gibt es ebenfalls. Dort kann jeder ohne Anmeldung schreiben kann. Beim posten der ersten Nachricht wird man nach einem Nick gefragt.

Mogulus ist für alle, die mit mehreren Leuten einen professionell aussehenden Channel mit vielen Einblendungen haben wollen.

Mit Mogulus hab ich das Barcamp Vienna 08 gestreamt (einfach unterm Screen auf On Demand klicken).


make.tv

Der neue Stern am Livestreaming-Himmel. make.tv ist ein Startup aus Deutschland, das erst vor wenigen Wochen live gegangen ist. In meinen Augen das beste Studio mit umwerfenden Möglichkeiten.

make.tv ist vor allem dann zu empfehlen, wenn man mehrere Kameras hat. Diese können sowohl über einen Computer (entweder mehrmals das Studio öffnen oder den Flash Media Encoder verwenden) oder über mehrere Computer gestreamt werden. Es werden dann die verschieden Inputs angezeigt (leider noch kein Qik) und per Drag & Drop können sie in verschiedene Scenes gezogen werden. Dort werden sie, wie in einem Grafikprogramm verkleinert oder vergrößert, indem man sie an einem Eck nimmt und verändert. Klickt man in der Mitte kann man die Position verändern. Über weitere Regler kann man ihre Transparenz, Farbeinstellungen und mehr verändern. Killerfeature ist die die Bild-in-Bildfunktion. Entweder einen weiteren oder den gleichen Input in die Scene ziehen und anpassen. Die eingebauten Texteinblendungen sehen dagegen eher amteurhaft aus. Doch man kann Bilder hochladen und diese ebenfalls per Drag & Drop in die Scene ziehen und dort anpassen. So sind professionelle Logos, Hintergründe und mehr kein Problem mehr. Auch Soundfiles lassen sich so einfach einfügen. Einfach in den entsprechenden Bereich ziehen und schon werden sie abgespielt. Zwischen den verschiedenen Scenes (hunderte sind möglich) kann nahtlos hin und hergeschalten werden. Somit sind schnelle Kamerawechsel kein Problem mehr. Aufgezeichnet wird genau das, was der Zuseher auch live zu sehen bekommt. Es können weitere Produzenten eingeladen werden oder im Chat mit den Zusehern geschrieben werden. Einziger Nachteil: Wenn man chatten will, muss man sich anmelden. Doch das funktioniert nahtlos.

make.tv ist aktuell der Geheimtipp wenn es um Livestreaming geht. Ein großartiges Studio und viele Möglichkeiten. Allerdings sollte man zuvor etwas damit spielen und Hintergründe und Logos sowie Einblendungen vorbereiten. Dann bekommt man aber eine Übertragung, die an einen ganzen Übertragungswagen einer klassischen Sendeanstalt herankommt.

Mit make.tv habe ich Digitalks: Online Collaboration gestreamt. Zu Beginn ist der Ton sehr schlecht, weil ich versehentlich zwei Mikros paralell laufen habe lassen. Danach bekommt ihr 90 Minuten Video, die noch während die Veranstaltung lief On-Demand verfügbar waren und bald 500 Views haben. Bei der Veranstaltung waren etwa 70 Gäste.

Ein weiteres Beispiel ist eine Buchpräsentation von Jana.

Ich vermute, dass make.tv die Anmeldungen bald beschränken muss, weil sonst die Server in die Knie gehen. Nicht weil es schlechte sind, sondern weil es momentan das beste auf dem Markt ist.


Qik

Wer auch unterwegs streamen möchte greift zu Qik. Inzwischen unterstützt Qik eine große Anzahl an Mobiltelefonen, die populärsten sind aber nach wie vor das Nokia N95 sowie das iPhone. Der Installationsprozess unterscheidet sich je nach Telefon, ist aber grundsätzlich unkompliziert. Das iPhone muss allerdings gejailbreakt sein. Danach kann das Programm einfach via Cydia oder Installer geladen werden. Nach der Anmeldung bekommt man eine SMS zugesendet, die zur automatischen Authentifizierung dient. Danach kann man die Application starten, auf den roten Knopf klicken und schon wird gestreamt. Wenn man es zuvor auf der Website eingestellt hat, dann kann man per Knopfdruck einen Tweet an Twitter senden, um seine Follower darüber zu informieren, dass man nun streamt. Über den Chat ist es möglich mit der Person, die gerade streamt Kontakt aufzunehmen.

Die Nachteile sind hier sicherlich die Qualität, sowohl was Bild als auch was Ton betrifft. Weiters sollte man auf einen Datentarif achten, wo ein paar MB keine großen Kosten verursachen. Wie weiter oben ist es dafür Möglich Qik als Input für Mogulus zu verwenden. Dies kann man einfach auf der Website einstellen. Dort kann man den Service auch mit weiteren verknüpfen.

Für alle, die von überall zu jeder Zeit streamen wollen und denen Qualität nicht zu wichtig ist.

Mit Qik habe ich Teile eines Cornerstone-Konzerts gestreamt.


Flash Media Encoder

Bisher habe ich immer geschrieben, dass man sich keine Software installieren muss. Das stimmt. Doch mit dem Flash Media Encoder (Download) holt man noch mehr Qualität raus und bekommt weitere Einstellmöglichkeiten.

Den Flash Media Encoder installiert man lokal und überträgt dann über das Real-Time-Messaging-Protocol. Es ist etwas technisch, aber bis auf die richtige RTMP-Adresse muss man nicht viel einstellen. Wer möchte, kann aber damit herumspielen und so das letzte aus der Aufnahme rausholen. Ich empfehle das Tool auch, wenn man eine instabile Internetverbindung hat, da man damit eine lokale Kopie des Streams erstellen kann, die man danach hochlädt.

Der Flash Media Encoder funktioniert sowohl mit USTREAM, Mogolus als auch make.tv.

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Fazit

Es ist heute möglich mit geringem Kapital gute Live-Shows inklusive Aufzeichnungen zu erstellen. Jeder kann Produzent werden und zugleich steigt die Wahlmöglichkeit.

Klassische Fernsehsender verlieren damit ihre letzte Bastion, die der Livesendungen und Shows. Contentproduzenten beginnen mit der Direktvermarktung, weil das Internet jegliche Zwischenhändler überflüssig macht. Privatsender suchen ihr Glück als Onlineplattform und das öffentlich-rechtliche steht vor einer Sinnfrage.

Nachdem Print und Radio durch Blogger und Podcaster ersetzt/ergänzt/verändert wurde, ist nun das Fernsehen dran. Es steht nicht nur Millionen von Videoclips auf YouTube sondern auch tausenden kollaborativen Livesendungen gegenübersteht. Jede Nische kann besetzt werden und wenn ein Interesse nicht befriedigt wird, kann man selbst zum Produzenten werden.

Ich wünsche mir, dass diese Möglichkeiten auch in der Masse bekannt werden und vor allem in der Politik beginnt umzudenken. Auch die Rolle der Journalisten wird sich wandeln. Doch dazu mehr in einem der folgenden Beiträge.

Nach den 2732 Worten würde ich mich über ein paar Worte von eurer Seite freuen. Zukunft des Fernsehens? Aufgabe des ORF? Tools? Medienkompetenz? Einfach schreiben.

  1. Beispiel: Erdbeben in Mexiko []
  2. Aktuelles Beispiel: Errichtung eines Google Datencenters. 7 Monate vor Bekanntgabe []
  3. es handelt sich jeweils um Folgen nicht um verschiedene Serien []
  4. Inzwischen zumindest nur noch, wenn man den ORF auch schauen kann. via Thomas []
  5. siehe auch []
  6. hat nicht wirklich etwas mit internetaffinen Publikum zu tun []
  7. Direkt-Link leider nicht möglich. []
  8. Wir hatten nur terrestrischen Empfang. []
  9. Der ORF plant ähnliches ab 2009 []
  10. Stand: 20.11.2008 []

Veröffentlicht von

Ich studiere derzeit Medienwissenschaften an der Uni Paderborn und arbeite an meinem Projekt #Blognetz. | |

24 Kommentare An der Unterhaltung teilnehmen

  1. Ich habe wenig Ahnung vom Internet und der Technik die dahinter steckt, ich nutze es einfach, vieles sehe ich genauso. Ich hole mir Informationen und Unterhaltung und warte nicht darauf das sie mir vorgesetzt werden.
    Dazu kommt noch die direktere Verbindung, wenn ich mehr Informationen brauche, so wie in diesem Blog über die ganzen Link`s oder in dem ich in einem 2 Fenster google.
    Am wichtigsten ist aber die Möglichkeit selbst aktiv zu werden, zB Kommentare schreiben.
    fj

    Antworten

  2. Eine Frage der Sichtweise. In meiner Familie gab es traditionell keinen Fernseher und das habe ich bis heute beibehalten. “Fernsehen” im Sinne von Broadcasting ist mir auch in den seltensten Fällen abgegangen (Bin auch schon relativ früh ins Netz eingestiegen, vielleicht deswegen). Die Kiste, die immer läuft und Programm “bietet”, das man sich dann wahllos rein-zieht fand ich auch immer ziemlich langweilig eigentlich.

    Ich denke, dass Broadcasting sich nicht mehr lange halten wird. Was insofern lustig ist, als wir ja seit ein paar Jahren eigentlich einen Aufschwung von Fernseh-genuinen Formaten erleben, die wirklich gut sind (US-amerikanische Serienkultur).

    Nur was bei den Contentproduzenten und -distributoren anscheinend niemand begreift: Die Art und Weise, wie unsere Generation solche Inhalte konsumieren will ist global, zudem zeitlich und bezgl. Abspielgerät ungebunden, sprich ich will eine Serie sofort nach ihrem Erscheinen weltweit, wann und wo ich will ansehen können, ich möchte den Originalton haben (können) und ich möchte den Inhalt mit meinen Freunden tauschen können.

    Millionen von Kids machen das auf der ganzen Welt. Werden die, wenn sie erwachsen sind, ihren Habitus ändern? – Nein!

    Ich verstehe einfach nicht, wie ganze Industriezweige so ignorant sein können – da braucht es schon einen Autorenstreik und Indie-Poduzenten, bis endlich jemand eine Miniserie mal eben einfach gratis ins Netz stellt (und an dem Hype mit Merchandising, über den Soundtrack- und HD-Verkauf bei iTunes, etc. ordentlich verdient hat)…

    Antworten

  3. kann mich Jana nur anschließen: Sehr hilfreicher Artikel, danke für’s Recherchieren. Damit hast du für mich Licht ins Dunkel der ganzen Streaming Anbieter gebracht!

    Und auch danke fürs Erwähnen unserer Video-Plattform, Mitte Jänner ist es soweit:)

    Antworten

  4. @fj
    Das ist auch eine gute Sache des Internets. Man muss immer weniger technisches Know-How haben, um die Möglichkeiten des Internets effektiv zu nutzen. Aber man muss wissen, dass sie grundsätzlich vorhanden sind und man muss eine gewissen Offenheit gegenüber Neuem haben.

    @Jana
    Damit ist mein Ego wieder befriedigt.

    @moritz
    Mit den US-amerikanischen Serien gebe ich dir Recht. Da sind ein paar wirklich gute Dinge entstanden.

    Ich möchte mich in nächster Zeit damit beschäftigen, wie bekannt Möglichkeiten des Internets in verschiedenen Gruppen ist oder ob das Informationsdefizit grundsätzlich besteht. Aber wenn man die angeblich so internetaffinen Studenten anschaut, bin ich eher pessimistisch. Weiters interessiert mich, wie man dieses Unwissen verringern kann. Digitalks ist sicherlich ein Anfang, aber reicht es, wenn kleine Initiativen etwas unternehmen oder muss der ORF(?) etwas machen. Grundsätzlich sollte ja Geld aus der Telekommunikationsindustrie für so etwas vorhanden sein. Welche Lobbeys stellen sich dagegen?

    @judith
    Bin ja gespannt, ob der ORF dann schnell etwas nachwirft, bereits seine soweit hat oder ob er komplett untergeht. Wird interessant werden, wobei ich eurer momentan mehr zutraue. Alleine schon weil ihr im Socail Web, zumindest ein paar, unterwegs seid.

    Antworten

  5. @luca
    danke, danke:)
    der ORF hat halt das Problem, dass er eine Tätigkeit im Social Web schwer rechtfertigen kann – und schon jetzt ein EU Verfahren gegen das aktuelle Webangebot läuft. Solange das nicht entschieden ist, wird sich wohl wenig tun…Aber in Sachen Bewegtbild wird der ORF sicher bald mehr machen, denn das darf/soll er auch.

    Antworten

  6. Ich produziere jetzt gleich eine gewisse Themenverfehlung, will’s aber trotzdem loswerden:

    Ich hab auch seit fünfeinhalb Jahren keinen Fernseher mehr, und mich trifft jedesmal fast der Schlag, wenn ich auf Besuch bei meinen Eltern bin und die Glotze aufdrehe; mir kommt es dann vor, als würde ich permanent angeschrien werden, und ich bin mir unsicher, ob die Schnitte immer so schnell und die Werbung immer so aggressiv waren wie heute, oder ob ich einfach nur auf ein ganz anderes Aufmerksamkeits-Level gekommen bin. Aber ich bin da auch schwerst Bradbury-verseucht, wie ich gestehen muß. Fahrenheit 451 war eine Prophezeihung, die sich in weiten Teilen bewahrheitet hat.

    Dem Internet gegenüber bin ich, wahrscheinlich weil ich es erst mit Mitte 20 zu nützen begann (sprich: ohne sozialisiert wurde), zwar sehr aufgeschlossen, aber durchaus auch wachsam; und zwar insofern, als es – genau wie das klassische Fernsehen – allzu leicht zum Räuber meiner Zeit werden kann, weshalb ich mich immer wieder bewußt dazu auffordere, vom immer rauschenden Datenhighway abzufahren und mich mit einem echten Buch aus Papier und Druckerschwärze hinzuknotzen oder an die frische Luft zu gehen. Ich habe außerdem manchmal den Eindruck, daß es in diesem Medium immer mehr Zusammenfassungen von Zusammenfassungen und dann die zusammengefaßten Zusammenfassungen von Zusammenfassungen gibt. Aber ich will nicht allzu kulturpessimistisch klingen. Es gibt ja auch großartige Sachen wie das Gutenberg-Projekt. :)

    Um mich thematisch wieder ein bißchen in die richtige Richtung zu bewegen: “I find television very educating. Every time somebody turns on the set, I go into the other room and read a book.” Das gilt auch für Fernsehen via Internet.

    Antworten

  7. Kannte make.tv noch nicht. Habe mich gleich angemeldet. Tolle Sache. Witzigerweise bekam ich einen Tweet von Mogulus, der auf diesen Artikel hinwies. Das ich nun bei make.tv bin, nennt man wohl Eigentor.

    Antworten

  8. Nun, ich kann als Deutscher sicher wenig über das ORF schreiben. Aber ich denke, Livestreaming kann all das oben genannte werden. Potentiell jedenfalls, vom puren medienpädagogischen Standpunkt ist natürlich super, im Prinzip so gut wie jedem Internetnutzer dieselben Möglichkeiten zu geben wie den großen Medienproduzenten, wie es schon im Textbereicht/Publikationen im weistesten Sinne durch Blogs geschah. ‘Become the media”, um es mit Jello Biafra zu sprechen.

    Aber auch hier: Blogs sind eher als Ergänzung der Medienlandschaft gewachsen, sie haben nichts wirklich verdrängt. Ich denke auch, dass es viele Formate gibt, die so schnell nicht nachzubauen sind. Schauen wir mal. Man wird eigene Wege finden. Spannend. Guter Beitrag!

    Antworten

  9. @dieJulia
    Die Bedenken über den Untergang des geschriebenen Worts, haben sicherlich ihre Daseinsberechtigung. Wobei mir vor allem das Erzeugen derselbigen bei jungen Leuten fehlt. Ich habe auch erst sehr spät damit begonnen zu schreiben, doch es hat meine Art des Denkens verändert. Ich habe gelernt mich anders auszudrücken und meiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Ich glaube auch, dass die Gedanken des Einzelnen mächtiger sind, als vorgesetzte Filme, obwohl auch diese inspirieren können. Kopfkino.

    @Lars
    Danke für den Hinweis. Wusste gar nicht, dass Mogulus den Artikel getwittert hat. Mogulus hat seine Stärken bein den textbasierten Einblendungen, make.tv bei mehreren Kameras.

    @Denis
    Ich tue mir mit dem nicht verdrängt haben immer schwer, weil es nicht auf meine Realität zutrifft. Mag sein, dass ich eine Ausnahme bin, aber ich lese keine Zeitungen mehr oder sehe fern.

    Antworten

  10. Vielen dank, Luca, für die tollen Hinweise (v.a. make.tv). Ich finde TV auch langweilig und suche stattdessen gezielt. Will selbst Inhalte für meine Zielgruppe machen. Liebe Grüße!

    Antworten

  11. thanks auch,
    schon für die übertragung des digitalks,
    jetzt noch mehr für diesen interessanten eintrag ins archiv
    und die dahinter steckende arbeit/recherche/experimente!

    chapeau!

    Antworten

  12. Ich erlebe auch seit kurzem das Leben ohne Fernseher. Und mir fehlt er eigentlich nicht. Außer die Serien wie Scrubs, Two and a half men oder Pushing Daisys, aber irgendwie komme ich ja auch an die ran.

    Die klassischen Fernsehsender sind mir zurzeit viel zu langweilig. Vor allem in Österreich. Der ORF erzeugt eine unleckere Suppe aus Aufgewärmten und schlechtem Neuen. Und ATV … nun ja. Ich wurde durch das Relaunch vor ich weiß nicht wie vielen Jahren etwas abgeschreckt (mit Talkformaten und so weiter) und gewöhne mich wieder mehr und mehr daran.

    Und da ich auch mal etwas online stellen möchte, Live-Videos und so weiter, werde ich mich höchstwahrscheinlich bei mogulus oder make.tv anmelden. Make.tv ist vor allem deshalb interessant, weil es etwas Neues und doch auch noch sehr Innovatives ist.

    Auf die Webauftritte von ATV und ORF bin ich schon gespannt. Bisher gefällt mir ATV vom Aufbau, mit der Tatsache, dass es sich um den Webauftritt eines Fernsehsenders handelt, besser. Mehr Informationen (dafür um einiges schrecklicher, globiger und unvernünftiger angeordnet, und durch Kommentarlosigkeit einfach mal sowas von überhaupt nicht Web 2.0) erhalte ich auf orf.at. Aber da gibt es auch bessere und aktuellere Alternativen. Selbst ich war schon mal im Stande, durch eine andere Quelle eine Top-Nachricht eher zu bloggen, bevor ORF.at davon Wind bekam. Und das mag jetzt schon mal was heißen.

    Und abschließend muss ich mal sagen: Wow. Großartiger Artikel, viele, viele Worte. Aber durchwegs höchstinteressant. Hat mir gefallen. Dir vielen Dank dafür.

    Antworten

  13. du hast natürlich recht – die technischen möglichkeiten sind überragend, und ich würde auch gern sagen, dass internet toller ist als fernsehen, feststellen kann ich es aber nicht. es wird einem einfach nur 1000.000mal mehr schrott vor die augen gerotzt. und ob ich sendungen nun sehen kann, wann es mir passt, unabhängig von programmschemata – na und? so entfällt auch noch eine letzte gemeinsamkeit der menschen heutzutage: zur gleichen zeit einen bestimmten film gesehen zu haben. um nicht missverstanden zu werden. es liegt nicht am internet. das ist wirklich fantastisch. aber was daraus gemacht wird, ist zu viel milder müll.

    Antworten

  14. @500beine, da sagst du was. ich denke die ganze zeit daran herum wie man umsonst und nebenher bessere qualität schafft als die profis es tun. es geht aber, bestimmt, wenn man sich und seine community klar vor augen hat. aus dem vielen mist das eine tolle ding zu fischen, da sind wir doch geübt, oder?
    was mich schon mehr bekümmert ist der raub an ressourcen durch die massenhafte schrottfabrikationen. i love youtube, aber video kostet so viel mehr als text. aber kein lerneffekt ohne fehler und schrott.

    Antworten

  15. @anne
    Wünsche dir viel Spaß beim experimentieren.

    @der toby
    Der Druck wird steigen, aber Fernsehen, wie es heute besteht werden wir wohl auch noch in fünf Jahren sehen.

    @nobabe
    Ich mich auch. Hoffentlich mit zwei hochwertigen Kameras.

    @David Röthler
    Gern geschehen.

    @kellerabteil
    Was man in seiner Freizeit so alles anstellen kann.

    @Dominik
    Bei make.tv haben sich auch noch während der Sendung Gründer/Techniker bei mir gemeldet, ob ich Fragen habe oder ähnliches. Sehr nett. Zeigt auch, dass sie noch klein sind, aber voll drinnen.

    Ich muss sagen, dass ich weder orf.at noch Standard oder einen sonstigen Webauftritt klassischer Medien besuche. Neon ist da eine Ausnahme. Aber der Webauftritt ist auch alles andere als klassische und kommt der Aussage von Dan Gillmor sehr nahe.

    Auf die Webauftritte bin ich auch gespannt. Wobei ich eher pessimistisch bin. Aber das bin ich momentan beim Internet im Allgemeinen.

    @500beine
    Schrott ist schon immer entstanden. In jedem noch so kleinen Ort. Das Internet ist nur das Medium, das das ganze Zeug für alle zugänglich macht. Einige Dinge entstehen sicherlich noch zusätzlich, weil es nun dieses Medium zur Selbstdarstellung gibt. Eine Schwierigkeit der nächsten Zeit wird sein das Gute vom schlechten zu trennen. Bisher ist das meist über Geld passiert. Wer gut war hat Geld bekommen um noch mehr gute Dinge zu erstellen, wer schlecht war, hat nichts bekommen und musste etwas anderes machen. Im Internet gilt der Grundsatz leider/zum Glück nicht mehr. Daher braucht es neue Filter. Ich glaube sehr stark an einen aus Menschen. Leider ist der leicht beeinflussbar. Grundsätzlich geht es darum, dass jeder Mensch ein bisschen Zeug zu Augen bekommt, aber nur das gute weiterverbreitet.

    Ich möchte auch nicht sagen, dass das Fernsehen nur schlechte Sendungen macht, aber im speziellen der ORF rast komplett an mir vorbei. Hätte ich einen Fernseher in meiner Wohnung, müsste ich den ORF finanzieren und auch in Österreich wollen sie die Gebühren nun auch für Computer einführen. Könnte man ja einen DVB-T-Stick dranhängen.

    Der Programmablauf ist ein Problem, weil ich mein Leben nicht daran anpassen will. Es gibt andere Möglichkeiten und sie sind technisch machbar. Es ist eine Sache von Politik, mit der ich nicht einverstanden bin. Es wird Geld für Dinge aufgewendet, die so nicht richtig sind. Der ORF versucht noch immer finanziell erfolgreich zu sein, was er aber nicht schafft und nicht einmal bei Null aussteigt. Würde er hingegen lokale Produktionen unterstützen, dann würde ich es schon wieder anders sehen. Ich brauche keinen nationalen Sender, der Rechte an teuren Serien und Filmen kauft, aber ich genau das gleiche auf anderen Sendern sehen kann oder in Zukunft auch direkt bei den Produzenten beziehen kann.

    Bücher sind auch nicht an einen speziellen Zeitplan gebunden und doch schafft man es immer wieder über sie zu sprechen. Und wenn ich es noch nicht gelesen habe, kann man mir empfehlen es zu tun.

    @anne
    Wir werden nie alle Profis werden. Es gibt immer welche, die besser sind. Aber wir können die Profis dazu zwingen besser zu werden, wenn wir sie fast einholen und das mit einem viel geringerem Einsatz an Geld und Zeit.

    Das Internet ist eine ungleiche Suppe aus Profis, Anfängern und dem dazwischen. Ziel muss immer sein besser zu werden.

    Antworten

  16. Pingback: Qik, Mogulus, Make.TV - wie werde ich zum Brender? | netzprotokolle

  17. Danke für die tolle Übersicht.

    Mein Stern ist auch make.tv! Bietet die meisten Möglichkeiten für semiprofessionelles Streaming. Klasse Bildregie in Flash programmiert. Live-Voting, Bild-in-Bild (kann das sonst noch ein Streaming-Dienst?), usw.

    wirklich tolles Tool – bin gespannt wie es sich weiter entwickelt.

    Antworten

  18. Online-Tool ist mir keines bekannt, das so umfangreiche Funktionen, wie make.tv hat. Offline gäbe es Boinx, welches ich allerdings noch nicht testen konnte.

    Antworten

  19. Pingback: 2-Blog » Digiday 09 und ein Visionär

  20. Pingback: Digitalks #12 Bewegte Bilder im Web | Alltag Medienzukunft

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