Gepostet von anonymer user am
27.01.2008
Evelyn
Es gibt Menschen, bei denen sind die Verbindungen zwischen den sogenannten Synapsen im Gehirn blockiert, sodass dort keine Information in Form von Nervenimpulsen ausgetauscht werden kann. Die betroffenen Personen merken sich Informationen nicht so schnell oder haben Schwierigkeiten beim Lesen. Solche Menschen werden heute als Legastheniker bezeichnet; ältere, weniger politisch korrekte Ausdrücke inkludieren Lapp, Trottel, Volltrottel (engl. Full Throttle), Depp, Idiot etc.
Es gibt andere Menschen, bei denen Verbindungen offen stehen, wo eigentlich keine sein sollten, in die unterbewussten oder auch unbewussten Bereiche unseres Geistes. Anstatt wie die Menschen, die wir als normal ansehen, nur im Schlaf diese Botschaften, in Form von Träumen, zu empfangen, können diese Personen auch am hellichten Tage mit offenen Augen die verschiedensten Informationen aus dem Unterbewusstsein erhalten, die tatsächlich nicht mit dem eigentlichen Moment in Verbindung stehen. Sie können diese dann nicht von ihrer realen Wahrnehmung unterscheiden. Für die Art von Menschen hat man viele Ausdrücke, darunter Wahnsinniger, Psychopath oder Genie.
Eine dritte Form der Strukturen, die ein Gehirn annehmen kann, ist die der Hyperintelligenz. Sie sind einfach außerordentlich komplex vernetzt, und verfügen dann beispielsweise über ein fotografisches Gedächtnis. Diese Menschen sind für gewöhnlich als Genies, Hochbegabte oder Klugscheißer bekannt.
Stellt euch nun alle drei Arten von Vernetzung in einem einzigen Gehirn vor, wie folgt: alle nützlichen Gebiete sind blockiert, während das Unterbewusstsein sowie absolut triviales Wissen besonders stark vernetzt sind. Denkt euch ein hübsches junges Mädchengesicht davor.
Das ist Evelyn.
Gepostet von anonymer user am
27.01.2008
Heldenmut
Mort kniff seine Augen zusammen und späte in die sanften Wellen in der dunklen Brühe. Dort war sie wieder, er hatte sich nicht getäuscht. Der Körper einer Dame tauchte in den Wellen hinter dem Brückenpfeiler auf, um sogleich wieder mit grausamer Anmut zu versinken.
War sie tot?
Mort konnte es unmöglich sagen, doch er musste nicht lang überlegen.
Dies war ein Wink des Schicksals; seine Chance, seine abscheulichen Untaten auch nur ansatzweise wieder gutzumachen, um sich selbst zu erlauben, die Sache hinter sich zu lassen (um alle anderen involvierten Personen wollte er sich später sorgen). Und wenn der Fluss seine Gedanken nicht wollte, so dachte Mort (nicht erst jetzt), so mochte er ebenso gut Mort selbst in seinen schwarzen Tiefen versinken lassen. Er hatte also nichts zu verlieren.
In diesem fatalen Irrglauben stieß er sich von der Statue ab und rauschte zwanzig Meter Richtung Fluss.
Gepostet von Luca Hammer am
26.01.2008
Roter See
Ich renne durch den Nebel. Große Schritte. Das Wasser aus den Pfützen spritzt gegen meine Hose. Die Schuhe sind längst durchnässt.
Nur noch weg. Der Gedanke schießt immer wieder durch meinen Kopf. Ich kann mich nicht mehr halten. Die Kälte ergreift meinen Nacken. Ein fester Druck, der mich straucheln lässt. Ich weiche aus. Runter vom schlammigen Feldweg über die Wiese. Das hohe Gras erschwert die Schritte.
Die Erinnerung an ihr Gesicht. Stoßartiges Atmen. Immer schneller.
Ich hätte mich nicht dazu hinreißen dürfen ihr zu folgen. Es war vorbei. Doch die Eifersucht stach immer wieder in den schwachen Körper. Das Leben ist nicht fair. Keine Ausrede half. Ich musste wissen wer er war. Warum so kurz darauf. Ich war es der nicht mehr konnte. Der ihr die Worte des Endes brach.
Ein lauer Sommerabend. Ein Eis essen gehen. Wir müssten reden. Scheiß Telefone. Ich muss dich sehen. Beinahe glücklich sagte sie mir einen Treffpunkt. Eine halbe Stunde zuvor stand ich da. Bedrückt von meiner eigenen Last, die ich abwerfen wollte. Ich fror, zog die Jacke enger, doch es half nichts. Passanten in T-Shirts starrten mich kurz an, wie ich im Hauseingang kauerte. Ein grässlicher Anblick. Zuviel hatte ich aufgestaut. All die Dinge, die ich ihr nicht sagen konnte. Nun sollte es soweit sein. Die Wahrheit. Sonst nichts. Ein paar erklärende Worte. Ich glaubte nicht, dass sie verstehen würde. Sonst hätte ich es ihr schon früher gesagt.
Dann kam sie auf mich zu. In einem weißem Kleid mit großen Blumen und dem Top, das wir zwei Wochen zuvor ausgesucht hatten. Sie strahlte. Bis sie mich erkannte. Ich vermute, dass sie in dem Moment daran dachte, warum ich sie seit Tagen nicht mehr sehen konnte. Ständig irgendwelche Ausreden. Nun stand ich vor ihr. Besser gesagt kauerte.
Meine Sätze kamen stockend. Sie schüttelte den Kopf. Unaufhörlich. Wollte nicht wahr haben, dass ich es bin, der vor ihr stand. Der ihr Dinge erzählte, die sie nicht wissen wollte. Ein Schlag nach dem anderen und ihre Gesicht verzog sich. Den Tränen nahe. Ich wollte ihre Hand nehmen, sie stieß mich weg. Erst ein leises “Hau ab. Hau einfach nur ab.” Als ich sie weiter ansah, schrie sie mich an, bevor sie die Straße runter rannte. Rein in den nächsten Bus. Als er vorbeifuhr, sah ich wie sie ihren Kopf in den Armen vergrub.
Ich fühlte mich noch schrecklicher als zuvor. Wollte nicht mehr, doch es ging nicht. Ich war zu schwach. Der lange Weg nach Hause. Nur noch ihr zerstörtes Gesicht vor Augen. Die ewige Busfahrt. Kurz vor der Haustüre, wurde mir schwarz vor den Augen. Ich brach zusammen. Erst als es finster war, kam ich wieder zu mir. Mein linker Oberschenkel schmerzte, der Arm war aufgeschürft.
Eine Woche ging ich nicht mehr vor die Türe. Aß nur selten und wollte nur noch schlafen. Dann der Anruf. Sie trifft sich heute mit Manfred. Warum hat sie angerufen? Ich legte mich auf die kalten Fließen. Hörte auf zu atmen. Doch mein Körper wollte nicht. Irgendwie quälte ich mich in die Dusche. Eiskaltes Wasser, dampfend heiß. Zurück in die Welt aus der ich geflüchtet war. Fertigpizza und Cola. Zwei Stunden Schlaf.
Ich konnte nicht warten. Hatte nichts auf das ich warten konnte. Die weißen Turnschuhe. Eine Runde Laufen würde mich ablenken. Ich wusste wohin ich lief, wusste, dass sie dort sein würde. Mein Magen verkrampfte sich. Ich musste kotzen. Mitten auf den Weg. Der Wunsch meine Innereien herauszureißen. Es trieb mich weiter.
Manfred. Er zog sie hinter sich her. Ich sah sie schon aus der Ferne. Spazieren nannte sie es. Um einen kleinen See. Selten andere Leute. Es war unser Teich. Warum nach so kurzer Zeit? Ich war es, der ihr die Worte des Endes brachte.
Dann drückte er sie gegen einen Baum. Sie sackte zusammen. Ich fiel zu Boden. Meine Schuld. Es war alles meine Schuld. Er sah mich an. Ein lebloser Blick, der mich nicht zu erfassen schien. Mir ruhigen Schritten kam er auf mich zu. Ich begann nach hinten zu krabbeln. Wieder auf den Beinen begann ich zu rennen. Weg, nur noch weg.
Gepostet von Luca Hammer am
25.01.2008
Barcamp Vienna Jänner 2008

Morgen ist es also so weit. Mein zweites Barcamp. Wer nicht weiß was es ist, kann sich noch einmal meinen Beitrag vom letzten durchlesen. Ich kann behaupten, dass es mein Leben verändert hat. Vielleicht werde ich darüber noch einmal ausführlicher schreiben, doch im Moment ist das nicht so wichtig.
Themen, die mich dieses Mal interessieren:
Open Social
Visual Design ist mehr als “Styling”
Der Launch von BLÖGGER
Flock verwende ich seit heute (wieder). Ausgezeichnet. Aber auf keinem Fall zum Arbeiten.)
Digital Storytelling
Die Zukunft von Content Delivery Networks
Doch genauso wichtig sind die Menschen, die kommen. In diesem Jahr freue ich mich besonders auf Dominik. Er hat bereits das wichtigste geschrieben und ich gebe mich nun wieder meiner Kreativpause hin und schnuppere in eines der Bücher, die gestern gekommen sind. Vielleicht gibt es dann morgen etwas aus Meiner Welt.
Gepostet von Luca Hammer am
24.01.2008
Mischding
Ich kenne dich nicht und ich bin mir nicht mehr sicher, ob dich dich noch kennen lernen will. vielleicht wäre es das beste, wenn ich dich einfach vergesse. Für immer verdränge, als wärst du gar nie in mein Leben getreten.
Ich kann mich nicht einmal mehr an den Zeitpunkt erinnern, als du das erste Mal da warst. Es war nicht so, dass ich ohne dich schlechter dran war. Es war nur anders. Ich konnte dinge einfach machen, ohne dich davor zu fragen. Es war einfacher. Das ist das richtige Wort. einfach.
Menschen haben es gerne einfach, man will nicht ständig überlegen, was diese oder eine Aktion als Folgen mit sich zieht es ist als ob man nicht mehr weiß wer man ist. doch zurück zur Einfachheit. Wenn ich etwas mache und mir nicht sicher bin, ob es richtig ist, dann ist es kompliziert weil ich beginne abzuschätzen, ob es Sinn macht das Risiko einzugehen. Würde ich nun aber einfach handeln, gäbe es nur manchmal im Nachhinein ein Problem.
Was ist jedoch, wenn das Problem größer ist als der Nutzen, der durch all die anderen Dinge, die ich gemacht habe, entstanden ist?
Das ist kein schöner Text. Es ist auch keine sinnige Überlegung, aber ich muss wieder zurück finden. Daher habe ich mir nun meinen Tastatur zukommen lassen. Damit ich nicht mehr ständig auf den Bildschirm starre. Ich sitez jetzt einfach da und tie. Irgendwie wird schon das richtige rauskommen. Meine Füße liegen auf dem Lederklappstuhl.
Es ist doof, aber ich muss euch schreiben, dass er bei der Abstimmung, was ich schreiben soll, voll versagt habt. ch dachte es würden ein paar interessante dinge herauskommen, wenn jeder Antworten hinzufügen kann. Aber nein. Ihr wisst es nicht und ich solle über Wien schreiben. Klar kann ich das. Über Wien schreiben. Das ist jedoch weder interessant noch wichtig. Was ich aber machen werde, ist dem Blog mich zurückgeben. Soll heißen mehr ich. Das kommt euch bekannt vor? daran müsst ihr euch vielleicht gewöhnen. Hin und wieder wiederhole ich mich. auch wenn ich das nicht mag. Das Wiederholen. auch nicht bei anderen. Aber manchmal lässt sich das nicht vermeiden.
Der Text kommt jetzt einfach in eure Welt. Will ja niemanden damit belästigen. Mit dem Zeug was ich da schreibe. Müssen sie schon auf den Blog kommen. Oder Eure Welt abonnieren. In meine Welt kommen nur noch Dinge, die mir auch selbst gefallen. Vielleicht hole ich einmal einen alten Beitrag raus und veröffentliche ihn. Oder ich warte erst zehn Jahre, wie der MC Winkel, damit die Dinge auch verjährt sind. Vielleicht sinnvoller.
Ist schon wieder etwas spät geworden. Wird es in letzter Zeit öfters. Vielleicht mehr dazu zu einem anderem Zeitpunkt. Was für ein.
Die, die meine Tweets (die dinge bei Twitter) lesen, wissen es ja schon. Ich habe heute ein paar Bücher erhalten. Sechs Stück insgesamt. Auch fürs Studium. Mehr aber privat. Damit ich weg komme. Vom Computer. Heute, also gestern, habe ich das auch schon sehr gut gemacht. Nur noch um die 20% des normalen Zeitvolumens, das ich für solch unsinnige Dinge verwende. Und damit meine ich sicher nicht den Blog.
Heute war ich auch etwas trinken. Nach dem Fachtutorium zu Web 2.0. Nein, mich wird das Thema nicht mehr los lassen. auch wenn der Begriff doof und falsch ist. Jedenfalls war es sehr interessant. Also das Tutorium. Und auch das Gespräch danach.
Was euch der Beitrag sagen soll? Dass ich ein normaler Mensch bin. Nicht so normal wie ihr, aber halt auch nur ein Mensch. Oder wie man die Dinger im Moment nennt.
Habe auch schon ein paar Dinge gefunden, die für meine Kreativpause verantwortlich sein könnten. Ganz vorne die fehlende Inspiration. Auf mehreren Ebenen. Früher kam der Input aus allen Richtungen, heute wehre ich das meiste ab. Dann sind da auch noch die Prüfungen. Und ein paar andere Dinge, die euch nicht so viel angehen.
Ich mach noch etwas Pause. Also mit Meiner Welt. Die restrukturiert sich wohl gerade. Oder so.

