Weit weg

Ich kann nicht schlafen, muss an die frische Luft. Schnell in eine Hose schlüpfen, ein T-Shirt überziehen und die Treppe runter. Ausgetretene Sneaker, keine Jacke. Ich will die Kälte spüren.

Draußen ist es still, die Kieselsteine knirschen unter den Schuhen. Bis auf die Hauptstraße sind die Laternen abgeschalten. Ich komme an meinem Kindergarten vorbei. Es ist lange her, doch ich kann mich noch immer an viele Situationen erinnern. Es war eine schöne Zeit.
Der Dorfbrunnen plätschert munter vor sich hin. Ansonsten ist es still. Wann ich wieder hier sein werde?
Ich gehe auf den Hügel, etwas östlich vom Zentrum. Oben steht eine Kapelle. Weitere Erinnerungen werden wach.
Von hier oben sehe ich über das ganze Dorf. Im Osten der Lift, jeden Winter fuhr ich Ski, oft alleine. Die Kirche etwas nördlich. Kurz vor Vier zeigt die beleuchtete Uhr an. Ich schließe die Augen, atme tief durch, dann stehe ich auf.
Den Hügel hinunter beginne ich zu laufen, durch die enge Gasse, vorbei an der Feuerwehr. Die Kälte hat mich erfasst.
Bald komme ich zu den Feldern.

  1. Ein Kommentar zu “Weit weg”

  2. an Mieders hab ich schönere Erinnerungen als an Schönberg… das Kaff geht mir null ab -.-

    By Anonymer User zu 07.08.2007

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  • Hier wird gebaut

    Es kann vorkommen, dass sie daher über den einen oder anderen Stein stolpern. Eltern haften für ihr Kinder.