Vollmond

Vorsichtig betrete ich das Zimmer. Sie liegt in meinem Bett. Einfach so. Regungslos.
Ihre zarten Lippen sind geschlossen. Das Haar liegt offen in alle Richtungen. Der rechte Arm angewinkelt zu ihrem Kopf. Der linke über den Bauch. Die Hand hängt hinunter. Die Füße ausgestreckt. Einer über den Bettrand hinaus.
Geräuschlos nähere ich mich, hebe die Decke vom Boden auf und ziehe sie behutsam bis zu ihrem Kinn, schiebe ihren Fuß unter die Decke.

Ich setze mich auf dem Stuhl in der Ecke und lausche in der Stille ihrem Atem.

Über den Autor

Luca Hammer

Blogger | Sprachspieler| Webdesigner | Autor | Denker | Mensch | Student | Realist | Idealist

Ein Kommentar zu “ Vollmond ”

  1. Schön geschrieben. So bildlich.

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