Gepostet von Luca Hammer am
10.10.2006
Sehen Sie, was ihr Kind sieht?!
Als den Spot gerade im ORF gesehen habe, bin ich wütend geworden, hab kurz geflucht und mich an den Computer gesetzt.
Ich dachte mir, dass das nicht wahr sein kann, dass man Computerspieler in einem Spot als Neo-Nazis, Sexbessene, Dorgenabhängige und Pädophile darstellt.
Gepostet von Luca Hammer am
10.10.2006
Musterung Tag 1
Fünf Uhr aufstehen. Die Musterung beginnt zwar erst um sieben, aber ich brauch immer einen kleinen, ok anständigen, Zeitpolster.
Am Vorabend hab ich bereits die wichtigsten Sachen zusammengesucht: Pass, eCard, Geburtsurkunde, Führerschein. Impfpass und Atteste habe ich nicht gefunden, wird schon nicht so wichtig sein…
Um halb sieben stehe ich pünktlich bei der Bushaltestelle, wo mich ein, von der Gemeinde organisiertes und bezahltes, Taxi abholt.
Im Taxi waren ein paar mit denen ich in den Kindergarten gegangen bin. Im Laufe des Tages hab ich auch alle Namen wieder zusammenbekommen. Unter ihnen auch Josef, welchen ich ja bereits bei der Jungbürgerfeier getroffen habe.
Als erstes haben wir [ironie]schicke[/ironie], grüne Höschen bekommen, welche in etwa die Länge einer Boxershort hatten. Dazu noch Badeschlapfen. Socken und T-Shirts durften wir anbehalten.
Dann ging es zum Blutabnehmen. Im Gegensatz zu Erzählungen von Freunden hat das wunderbar geklappt, nach dem ersten Stich war es fertig und danach ging es gleich zum Hörtest. Welcher zimmlich einfach war, einfach sagen, wenn man einen Ton hört.
Bevor wir in zwei Gruppen eingeteilt wurden, dürften wir uns einen [irnoie]wahnsinnig coolen[/ironie] Film über Auslandseinsätze ansehen und uns wurde von einem ähh Soldaten mit höherem Dienstgrad ein paar Sachen zum Tagesablauf erklärt.
Die Gruppe A, in welcher ich war, machte am Vormittag in einem Stationenbetrieb verschiedene Gesundheitstests, während die Gruppe B einen Psychotest am PC machte. Am Nachmittag wurde getauscht. Zu Mittag gab es ein essbares aber nicht sonderlich gutes Essen.
Die verschiedenen Stationen waren Aufnahme, Sehtest, EKG, Harnprobe, Isometrie, Spirometrie und Röntgen. Sie konnten in jeder beliebigen Reihenfolge absolviert werden.
Bei der Aufnahme, musst man seine Unterlagen herzeigen und ein paar wenige Fragen beantworten, wie welche Fremdsprachen man gelernt hat, ob man gut Skifahren kann und ähnliches.
Der Sehtest bestand aus drei verschiedenen Teilen. Erstens dem scharf sehen, also wie kleine Buchstaben man noch lesen kann. Das nächste war Farbsehen, da musste man sagen, ob zwei Halbkreise den gleichen oder einen verschiedenen Farbton hätten. Hab bei einem Grünen und einem Gelbgrünen Halbkreis immer geglaubt, dass sie die gleiche Farbe hätten, aber hab es nach kurzer Zeit doch noch richtig erkannt. Das letzte war Dunkelsehen. Da ist man in einen schwarzen Raum gekommen und in so einem Sehtestteil musste man bei einem Kreis erkennen, wo er unterbrochen ist. Habe alles bestmöglich geschafft, wenn ich mich jetzt nicht irre.
Beim EKG wurde man einfach an den Computer angeschlossen und es wurde die Herzfrequenz und der Puls bei Ruhe und unter Anstrengung gemessen.
Bei der Isometrie wurde die Muskelkraft gemessen, indem man an uralten Geräten gezogen und gedrückt hat. Zimmlich strange ich meine natürlich komisch. Ich lag glaub ich irgendwo im Mittel.
Bei der Spirometrie wird Lungenkapazität, Körpergröße, Gewicht, Umfang und Kniegröße gemessen.
Der Psychotest am PC hat mir richtig Spaß gemacht. Zu Beginn musste man Begriffe mit anderen erklären, ich kannte zwar die Begriffe, aber fand nicht das die, die man zuordnen konnte passten. Diesen Punkt hab ich wahrscheinlich zimmlich versaut. Dann waren da neun Felder mit je neun farbigen Feldern und man musste eine Logik herausfinden, durch welche man sagen konnte, wie die neun Felder des letzten Feldes coloriert seien müssten. Dann kamen noch ein paar komische Fragen, ob man Dragen nimmt, leicht aggressiv wird, an Selbstmord gedacht hätte und ähnlichem Zeug. Pause. Ich war als zweiter fertig, also hatte ich eine lange Pause. Das tut jetzt aber nicht wirklich was zur Sache. Beim zweiten Teil gab es wieder viele komische Fragen. Dann musste man einem Kreis über einem Punkt bleiben, der sich immer schneller und unvorhersehbar bewegt hat. Dies hab ich auch ganz gut geschafft. Am Ende musste man noch sagen, wo ein Punkt, wann, wieder herauskommt. Ma hat also einen Punkt gesehen, der auf eine weiße Fläche zuflog und man musste sagen, wann er wo wieder hinter der weißen Flächer hervorkommt. Irgendwann dazwischen gab es noch das räumliche Sehen, wo eine zweiteilige Figur angezeigt wurde und ein Pfeil der aus irgendeiner Richtung auf die Figur zeigte und man musste sagen, wie die Figur aussähe, wenn man aus Pfeilrichtung auf sie schauen würde. Hab ich auch einfach gefunden.
Das war es dann schon fast. Bevor wir gehen durften hat uns noch ein anderer ähh Soldat mit höherem Dienstgrad erzählt, wie toll das Militär sei. Den Vortrag hab ich wirklich schlecht gefunden, aber egal.
Vielleicht gibts dann morgen noch was.
Gepostet von der weltverbesserer am
09.10.2006
Erkenntnis
Was hilft einem der Titel „größter Theoretiker aller Zeiten“, wenn man nicht imstande ist dies auch in die Tat umzusetzen und an der Realität kläglich scheitert?
Ich bin ich, und das ist auch gut so.
Gepostet von Luca Hammer am
09.10.2006
leider
Durch meinen Kopf
gehen Gedanken.
Gedanken,
die ich nicht schreibe,
weil ich Angst habe,
Angst,
dass sie falsch
verstanden werden.
Manchmal
fliegt ein Gedanke
an der Kontrolle
vorbei.
Verstanden
wird er meistens
nicht.
Gepostet von Luca Hammer am
08.10.2006
kalte Einsamkeit
Sie wird nicht mehr zurückkommen.
Einsam sitzt er in seinem Zimmer. Regen prasselt gegen die Scheibe. Draußen weht ein eisiger Wind. Welke Blätter werden durch die Allee geblasen. Die Bäume sind nur noch kahle Stämme. Der Himmel ist grau. Ein Auto fährt vorbei, wirbelt Laub auf, biegt um die Ecke. Es ist wieder still. Nur sein Herz schlägt noch. Langsam, regelmäßig. Seine Hand hängt leblos hinunter. Sein Mund ist geschlossen. Der Herbst hat alles fest im Griff. Er zieht die Decke fester um sich.
Ihm ist als ob sie sich gerade ein letztes Mal an ihn schmiegt. Er fühlt ihre Hand. Ihm wird klar, dass es das letzte Mal ist. Ihr auch.
Sie wollen es aufrechterhalten. Klammern sich fest. Es ist vorbei.
Er versteht nicht. Er will nicht verstehen, er kann nicht verstehen.
Er schließt die Augen, versucht zu vergessen. Erste Schneeflocken fallen auf die Erde.
Ihm ist kalt. Nichts kann ihn so wärmen, wie sie es tat.

