Luca Hammer

Tutorial: Facebook Netzwerk visualisieren

In letzter Zeit wurde ich mehrmals gefragt, wie man sein eigenes Facebook Netzwerk visualisieren kann. Aus diesem Grund eine kleine Anleitung, wie man dabei vorgehen kann. Ich werde zuerst auf Apps eingehen, bei denen ein paar Klicks ausreichen, danach Schritt für Schritt erklären, wie man das ganze ohne Programmierkenntnisse und zugleich mit vielen Möglichkeiten machen kann und am Ende ganz kurz auf Python Skripte eingehen, die als Grundlage dienen können.

Fertige Services

Wenn ihr es noch einfacher wollt und nicht extra ein Programm installieren, kann ich euch ein paar fertige Webservices empfehlen, die ganz nette Visualisierungen erstellen. Sie werden nicht so hübsch werden und ihr seid sehr beschränkt, was Einstellungen betrifft, aber dafür geht es schnell und es gibt keine Lernkurve.

facebook report - Wolfram|AlphaWolfram|Alpha
Ich mag Wolfram|Alpha. Und seit einiger Zeit haben sie einen sogenannten Facebook Report, wo es zahlreiche Auswertungen des eigenen Facebook Accounts gibt. Darunter auch mehrere Netzwerkvisualisierungen. Man kann sich alle Kontakte, ältere/jüngere als man selbst, weibliche, männliche, aus der Heimatstadt oder dem aktuellen Wohnort anzeigen lassen. Dazu gibt es dann noch ein paar Einfärbeoptionen. Das war es aber leider auch schon. Eine weitere Hürde: In höherer Auflösung gibt es die Visualisierungen nur für Pro Mitglieder ($5/Monat, kostenloser Pro Test möglich).

http://www.wolframalpha.com/facebook/

TouchGraph Facebook VisualisierungTouchgraph
Touchgraph gibt es schon recht lange, geändert hat sich an der App leider nicht viel Sie ist Java basiert und braucht ihre Zeit bis sie geladen ist. Dafür ist sie sehr interaktiv und man kann ein paar Dinge einstellen. Das wichtigste ist wohl die Anzahl der Freunde. Standardmäßig werden nämlich nur hundert geladen. Man kann jedoch auf “Alle” umstellen. Das dauert dann wieder etwas und kann älteren Computern Probleme machen. Wie bei Wolfram|Alpha hat man keinen Einfluss auf den Algorithmus, der die Personen positioniert. Dennoch funktioniert es recht gut und gibt bei mir ähnliche Ergebnisse, wie wenn ich es manuell mache.

http://apps.facebook.com/touchgraph/

Facebook Friend WheelFriendwheel
Eine andere Darstellung. Einmal zum anschauen nett, aber dann war’s das auch schon wieder. Gerade bei vielen Kontakten eher nutzlos.

https://apps.facebook.com/friendwheel/

Facebook Friend World MapFriend World Map
Wieder eine andere Darstellung. Die Kontakte auf einer Weltkarte. Ich mag die Google Map View, wo jeder Kontakt ein Marker auf der Karte ist und man herumpannen und zoomen kann. Mit Netzwerkvisualisierung hat es nur teilweise zu tun.

https://apps.facebook.com/world_friend_map/

Schritt für Schritt zur eigenen Visualisierung

Daten mit netvizz exportieren
netvizz on FacebookZuerst müssen wir unsere Facebook Kontakte und Verbindungen exportieren. Wir nutzen dafür die praktische Facebook App netvizz von Bernhard Rieder. Einstellen müsst ihr nichts, lediglich auf den Link ‘here’ klicken. Es öffnet sich dann ein neues Fenster, das in den meisten Fällen erstmal ein paar Sekunden laden muss. Ihr könnt währenddessen im anderen Tab ein paar Euro für die App spenden. Das beschleunigt zwar nicht euren Download, aber ihr helft damit dass es die App überhaupt gibt und sie auch weiterhin kostenlos verfügbar ist.

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#Blognetz – Netzwerke hinter den Blogs

Vor knapp 3 Wochen ging blognetz.com online. Der Versuch die Blogosphäre, oder zumindest einen Teil von ihr, zu visualisieren. Ein Projekt von mir und Martin Stücklschwaiger. Das Interesse war riesig. Noch viel größer. Jetzt möchte ich mir endlich einmal Zeit nehmen etwas über die Hintergründe, die Ziele und meine Ideen zu schreiben.

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Vorgeschichte

Die erste noch auffindbare Netzwerkvisualisierung habe ich am 17. Oktober 2008 gepostet. Etwa ein Jahr nachdem ich mich bei Facebook angemeldet habe. Seitdem habe ich immer wieder mit diversen Tools herumgespielt und einzelne Ergebnisse veröffentlicht.

Im September 2012 habe ich mich nach einem Hinweis von Thomas Steinbrenner zum Coursera Kurs “Social Network Analysis” von Lada Adamic angemeldet.

Am 26. September 2012 habe ich das erste Mal die Facebook Gruppe Österreichs Blogger visualisiert. Damals noch mit 235 Mitgliedern. Ich habe die Gruppe übrigens nicht gegründet, wie von manchen Medien berichtet wurde, sondern wurde lediglich irgendwann zum Admin gemacht. Bei 300 gab es eine neue Visualisierung.

Irgendwann waren es 400 und ich wollte mehr machen als bloß eine Grafik. Das Interessante für mich selbst war das Herumklicken in der Visualisierung und das Bestimmen von Gruppen. Also versuchte ich etwas ähnliches fürs Web zu machen. Herusgekommen ist atblogger.

Am nächsten Tag, den 21. April 2013, fragte Daniel Rehn auf Twitter, ob ich das gleiche auch für Deutschland machen könnte. Ich meinte, dass das kein Problem sei, wenn ich eine Datengrundlage bekomme. Daraufhin hat er mit Sabine Sikorski die Gruppe Deutschlands Blogger: Ein Projekt gegründet. Innerhalb von wenigen Stunden waren über tausend Blogger_innen dabei. Mehr Zahlen und einen kleinen Überblick über die Entwicklung der ersten Tage gibt es in der Gruppe.

Aufgrund des Interesses habe ich mich dazu entschieden mehr daraus zu machen. Da ich selbst noch mitten beim Programmieren lernen war, bat ich Michael von Die Socialisten, einen Freund von früher, um Hilfe. Das Projekt wurde im Team besprochen und Martin Stücklschwaiger bekundete sein Interesse. Einen Tag später, fünf Tage nach Projektstart, wurde blognetz.com gelauncht. Martin entwickelt teils auf Agenturzeit und teils in seiner Freizeit.

Technik

Datenerfassung

Zu Beginn nutzte ich die Facebook App netvizz von Bernhard Rieder. Diese eignet sich auch wunderbar, um die Daten des eigenen Netzwerks auf Facebook zu exportieren.

Mit dem Start von #blognetz sind wir auf eine eigene App umgestiegen. Als Basis fungiert ein Framework von Die Socialisten, welches die Entwicklung gerade zu Beginn stark erleichterte. Dadurch sind wir nun unabhängig von der Gruppe, es können nicht mehr Leute ohne ihr Einverstädnis hinzugefügt werden und wir können zusätzliche Daten abfragen. Ebenfalls ist es dadurch möglich #blognetz um weitere Social Networks zu erweitern.

Aufbereitung
Die Daten von #blognetz bearbeite ich einmal wöchentlich, manuell in Gephi. Ein Open Source Tool, das ich jedem empfehlen kann, der sich mit Netzwerkvisualisierung beschäftigen möchte. Dort werden Position und Farben (Modularity) der Blogger_innen berechnet und manuell nachjustiert. Exportiert wird das Ganze als Gexf Datei.

Darstellung
Im Web kommen zwei Libraries zum Einsatz. Einmal das sehr hübsche sigma.js, welche man auf der vorläufigen Visualisierungsseite sieht und der Javascrip GEXF Viewer, welcher für Explore genutzt wird.

Interaktive Visualisierung #blognetz

Motivation

Ich finde Visualisierung spannend. Ich klicke gerne darin herum, schaue mir an wie Personen miteinander verbunden sind und welche Gebilde daraus entstehen. Ein einziges großes Ziel, das ich verfolge, gibt es nicht. Dass #blognetz entstanden ist, wie es entstanden ist, hat mit seiner Dynamik zu tun, dem Interesse der Menschen, das mich am Bildschirm hängen ließ. Immer mehr Daten, die ich den Algorithmen verfüttern konnte. Ich bin nicht der Erste, der Blogs visualisiert und ich bin nicht der Beste. Aber es macht mir extrem viel Spaß.

Das Projekt für meine Bachelorarbeit zu nutzen sagt mir zu, wenn ich denn eine Uni finde, die mir dies ermöglicht.

Ich finde es schön, wenn das Projekt Menschen hilft neue Blogs zu entdecken. Als ich zu bloggen begann, spielten Blogrolls eine wichtige Rolle. Über die Jahre wurden sie aber immer seltener aktualisiert und unter anderem aus dem Grund von vielen irgendwann entfernt. Ebenfalls wurden Links immer wieder für SEO missbraucht (Kauf/Tausch), weshalb sie weiter an Aussagekraft verloren.Man lernt man ständig neue Blogs über Social Networks und Verlinkungen in Beiträgen kennen. Aber es ist auch schön in einem Verzeichnis oder gar einer interaktiven Visualisierung zu stöbern. Gerade kleinen Blogs kann eine solche ungereihte Darstellung helfen interessierte Menschen zu erreichen.

Die Netzwerke hinter den Blogs. Ich sehe wer, wen verlinkt. Über die Zeit bekommt man ein Gefühl, wie bestimmte Personen miteinander verbunden sind und in welchem Verhältnis sie stehen. Aber das ist nur ein winziger Teil. Einen etwas größeren Teil möchte ich durch #blognetz darstellen. Zu sehen mit welchen anderen Blogger_innen jemand verbunden ist, finde ich spannend.

Mein eigenes Netzwerk erkunden macht mir Spaß. Und plötzlich stolpere ich über den Blog von jemandem, den ich schon lange kenne, aber nie wusste, dass dieser auch einen Blog besitzt.

Kritik

Die Genderdiskussion
Als die Facebookgruppe erst ein paar Stunden alt war, wurde die Frage gestellt, warum es Deutschlands Blogger heißt und nicht BloggerInnen. Leider war ich zu dem Zeitpunkt noch nicht Admin der Gruppe und als ich es war, war sie zu groß, um den Namen nochmals zu ändern. Am Namen aufgehängt entstand eine hitzige Diskussion, ob man gendern sollte oder nicht. Dass ich mich schon vor Jahren dafür entschieden habe zu gendern und dies auch in diesem Projekt mache, wurde nicht beachtet. Jemand anderem schreibe ich auch nicht vor, wie er oder sie die Sprache zu nutzen habe. Mich hat damals #unibrennt überzeugt, dass mir gendern nicht weh tut, aber sich dadurch mehr Menschen angesprochen fühlen. Die Gesellschaft als System. Es wurde festgestellt, dass der bisherige Syntax nicht alle Ressourcen korrekt angesprochen hat. Daher hat man ihn angepasst. Man muss sich an die neue Version gewöhnen, aber das hat man schnell und plötzlich läuft alles runder.

Facebook ist scheiße
Ich habe meine Phasen, wo ich über Facebook herziehe. Aber meist stellt sich heraus, dass ich mit den Kontakten dort und ihrer Art Facebook zu nutzen unzufrieden bin und nicht mit dem System selbst. Facebook kann ein großartiges Kommunikationstool sein. Aber ich akzeptiere es, wenn jemand Facebook nicht mag. #Blognetz hat bisher nur Facebook unterstützt, weil es aus einer Facebookgruppe entstanden ist. Dass man auch andere Social Networks integrieren sollte, war früh klar und das Thema für mich erledigt. Dass Personen, die die Geschichte nicht kennen, es immer wieder kritisieren ist auch verständlich. Ich weiße kurz darauf hin und fertig.

Vernetzen kann man sich auch ohne Social Networks
Natürlich! Aber solche Projekte gibt es schon (zBsp. http://www.blog-intelligence.com/) und ich finde momentan spannender, was nicht direkt sichtbar ist. Ebenfalls ist es unglaublich schwer die Blogosphäre sauber über Links zu vermessen. Bei #blognetz ist jede Blogger_in, die sich selbst als Blogger_in sieht (und ein Social Network nutzt, vorerst Facebook). Egal ob mit selbstgeschriebenem CMS, mit WordPress, auf Google+, tumblr, Facebook, einem Forum oder Instagram. Der Unterschied zwischen Instagram und einem Fotoblog ist nicht so groß. Vernetzung findet auch offline, über Mails und über andere Kanäle statt. Aber das sind Daten, die aus guten Gründen nicht verfügbar sind. Was wir visualisieren ist zu einem großen Teil öffentlich. Wir beachten nur Verbindungen zwischen Personen, die beide durch ihre Anmeldung ausgedrückt haben, dass sie visualisiert werden möchten.

Blogger_innen Visualisierung

Zukunft

Herausforderung Zeit
Ich habe mich aus meinem Startup work.io (Neue Art des Arbeiten) für die nächsten Wochen zurückgezogen. Ich werde es weiterhin unterstützen und ich finde das Konzept wichtig, aber vorerst werde ich mich voll auf #blognetz konzentrieren.

Bei Martin ist das Ganze etwas komplizierter. Da ist die Arbeit und die Uni. Beides Dinge, die Priorität haben. Dadurch sind wir bei der Entwicklung begrenzt. Ich möchte auch nicht noch jemand ins Boot holen, weil ich aus bisherigen Projekten weiß, wie schnell das alles kompliziert wird. Alleine ist man am schnellsten und flexibelsten, zu zweit funktioniert das noch ganz gut. Aber ab drei Personen wird es kompliziert.

Geld?
Ich sehe #blognetz als Startup. Ohne Monetarisierungsmodell. Möglichkeiten gibt es viele, ob und welche man will, muss man sich überlegen. Wenn man etwas findet, das für uns und die Blogger_innen funktioniert, kann man das Projekt ausbauen bzw. meine und Martins Zeit bezahlen, sodass wir uns darüber weniger Gedanken machen. Auch Förderungen sind eine Möglichkeit. Aber das Projekt ist noch so jung, dass wir uns vorrangig auf andere Dinge konzentrieren. Vielleicht läuft es auch einfach so weiter wie bisher.

Ausbaustufen
Meine kleine Vision für #blognetz.

Statische Netzwerke
Momentan erfassen wir ungerichtete Verbindungen. Person A ist mit B verbunden. Mit Twitter kommen einseitige Verbindungen dazu. Dies ist interessant, aber wird mit der Zeit den Reiz verlieren. Man weiß, wie man positioniert ist. Schaut hin und wieder, wie andere verbunden sind. Wenn #blognetz global wird, kommt nochmals Bewegung rein.

Interaktionen
Von den Daten, die wir momentan haben, ließe sich recht gut auswerten, wer, wen, wo verlinkt. Oder auch mit wem, wo interagiert. Damit kann man den Verbindungen eine Gewichtung geben und bekommt ein besseres Verständnis für die Intensität einer Verbindung. Natürlich könnte man auch Verlinkungen in Blogs nutzen. Die Superlative davon wäre eine Echtzeitvisualisierung, wo man eine Interaktion zwischen zwei Blogger_innen als Aufleuchten der Verbindung sieht und sie rücken dabei etwas näher.

API
Nun hat man die Blogger_innen, deren Blogs, die Blgobeiträge sowie die Aktivitäten in Social Networks sauber strukturiert. Damit kann man viele Dinge machen. Analysieren wie sich Themen verbreiten. Das Zusammenspiel von Blogs und Social Networks näher beleuchten. Ähnliche Blogs finden. Alle möglichen Statistiken erstellen. Die Daten mit anderen kombinieren. Und all die Dinge, die mir selbst gar nicht einfallen. Über eine API könnte man interessierten Personen die Möglichkeit geben neues zu erschaffen.

Spaß an der Sache
Ich bin unglaublich motiviert. Es macht Spaß Feedback in der Gruppe und über diverse Kanäle zu bekommen, selbst Kritik läuft in meine offenen Arme. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich mit Martin Ideen hin- und herwerfe, wir neue Funktionen überlegen und uns gegenseitig bremsen müssen, weil nicht alles auf einmal geht.

Ich hoffe ich konnte meine Begeisterung mit euch teilen und einige offene Fragen beantworten. Falls es weitere gibt oder sonstige Anregungen, immer her damit.

This Is How I Work

Christian war nicht der letzte. Ich schreibe seit 2 Tagen an einem Artikel über Blognetz, aber komme nicht so recht weiter. Daher: Wattebausch!

Blogger-Typ:
Inkonsequent. Wenn man sich das Archiv anschaut könnte man es auch als ausgebrannt bezeichnen. 2006 ging es hoch, 2007 wurde durchgeschrieben und 2008 brach ich ab. Allerdings stimmt das nicht ganz. Ist aber auch eine andere Geschichte. Auf deutsch schreibe ich fast nur noch unter Pseudonym. Aber bin gerade motiviert, das wieder etwas zu ändern. Aus aktuellen Anlässen. Vielleicht werde ich dann wieder zum Bloggertyp:Schreiber. Wenig bis keine anderen Medieninhalten. Einfach nur Text. Viel davon. Zu viel für die meisten Leser. Ist aber auch in Ordnung. Muss ja nicht jeder alles lesen. Vieles kann man auch überfliegen und es dann wieder vergessen.

Gerät­schaf­ten digi­tal:
Ein Macbook Pro. Inzwischen in die Jahre (4?) gekommen, aber noch immer tapfer. Für 80% der Dinge, die ich mache, reicht es vollkommen aus. Bei den restlichen 20% sitze ich mit den Finger klopfend davor und hole dann das iPhone raus. Ein 4S. Als Ersatz-/Spielgeräte gibt es noch ein Nokia N8 und ein Nokia 900 (Maemo <3), die in Ausnahmefällen rausgeholt werden.

Gerät­schaf­ten ana­log:
Auf der re:publica habe ich ein Notizbuch und zwei Stifte von Simyo bekommen. Die funktionieren ziemlich gut. Ich habe mir seit Jahren kein analoges Werkzeug mehr gekauft. Ein Kugelschreiber ist meist in einer meiner Taschen, zum schreiben wird genutzt, was greifbar ist.

Arbeits­weise:
Meine Finger tippen auf diese schwarzen Kästchen in dem silbernem Kästchen und dann erscheinen schwarze Zeichen auf der leuchtenden Fläche. Manchmal nutze ich Mindmaps auf dem iPhone. Die App nennt sich SimpleMinds und hat sich durch die ersten drei anderen Ergebnissen durchgesetzt, weil sie hübscher und weniger umständlich war. Ich bin Fan von iA Writer auf Mac und iPhone. Entweder dort oder direkt im WordPress Editor werden neue Beiträge erstellt. Manchmal aus Notizen, die zuvor auf Papier gebannt wurden. Einmal drüberlesen und veröffentlichen. Nicht sonderlich spannend.

Wel­che Tools nutzt du zum Blog­gen, Recher­chie­ren und Bookmark-Verwaltung?
WordPress und tumblr. SimpleMind und iA Writer. Google ist recht hilfreich beim recherchieren. Manchmal schmeiße ich Fragen oder Blogideen auch auf Twitter oder Facebook. Dort gibt es dann zusätzlichen Input.

Für Bookmarks nutze ich (zu selten) pinboard und ganz klassisch Browsertabs.

Wo sam­melst du deine Blogideen?
iA Writer speichert sie mir in die iCloud und synct somit direkt mit iA Writer auf dem anderem Gerät.

Was ist dein bes­ter Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?
Nicht bloggen. Spart unglaublich viel Zeit. Nicht recherchieren spart auch viel Zeit. Würde ich aber beides nicht empfehlen.

Die Tastatur statt das Touchpad/Maus zu benützen hilft mir viele Dinge schneller zu erledigen.

Nachdem Christian einen schlechten Film zitieren durfte, möchte ich drei schlecht, aber effizient gezeichnete Comics anbringen: Das allgemeine Problem, Sparen und eine Tabelle. Und für Quasi-Offliner: Ihr klickt die drei Links jetzt erneut an und lest den About Text (einfach den Mauszeiger über dem Bild ruhen lassen).

Benutzt du eine To-Do-List-App?
Ja, aber nur für den Einkauf. Die Appleeigene auf dem iPhone. Alles andere habe ich immer wieder versucht, hat aber nie so recht geklappt. blossom.io schafft es mich immer wieder für ein paar Wochen zu binden. Aber dann verliere ich es auch den Auge und wundere mich irgendwann, welche Tasks wohl noch offen sind. Gleich mal reinschauen. Ansonsten für manche Projekte ein Google Doc mit groben Zielen. Für Aufgaben des Tages oft Papier.

Gibt es neben Tele­fon und Com­pu­ter ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?
Mein Telefon könnt ihr gerne haben. Oder ist damit der Taschencomputer gemeint? Den würde ich dann doch gerne behalten. Aber die Telefonapp kann ich euch geben. Küchengeräte finde ich toll. Aber das ist hier wohl eher nicht gefragt.

Gibt es etwas, das du bes­ser kannst als andere?
Alles! Aber ich kann auch alles schlechter als andere.

Was beglei­tet dich musi­ka­lisch beim Bloggen?
Spotify. last.fm auf Anfrage. Momentan vor allem die Playlist meow von Dana.

Wie ist dein Schlafrhyth­mus – Eule oder Nach­ti­gall Lerche?
Vater.

Eher intro­ver­tiert oder extrovertiert?
Nein, ich möchte mich nicht treffen und schreiben ist mir lieber als telefonieren. Außer du bist Christian. Oder Sascha. Oder Teresa. Oder ein anderer Mensch, mit dem ich gerne in ein Dorf ziehen möchte.

Wer sollte diese Fra­gen auch beantworten?
Teresa. Ich selbst auf englisch. Und Sascha, falls er Zeit und Muse findet. Und alle die sonst noch Interesse haben.

Der beste Rat, den du je bekom­men hast?
Hör nicht auf mich.

Noch irgend­was wichtiges?
Ich mag Worte.

Interaktive Visualisierung Österreichs Blogger

Visualisierung Blogger Österreich

Nach der Vine Suchmaschine am Osterwochenende, habe ich dieses Mal eine interaktive Visualisierung mit kurzer Analyse erstellt. Thema: Österreichs Blogger. Wie ich euch kennen, wollt ihr sofort selbst damit spielen: Bitte sehr. Datengrundlage mit einer Facebook Gruppe etwas dürftig, aber zum Glück ist es keine wissenschaftliche Abschlussarbeit, sondern ein Wochenendprojekt.

Spannend finde ich auch die Subnetzwerke, die man durch hovern über einen Namen sehen kann.
Netzwerk Luca Hammer

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Neue Schuhe braucht das Land

Meine Lieblingsschuhe sind schon einige Jahre alt. Weiße Nike Sneakers aus Mexiko. Martin hat sie 2009 mit seinen letzten Pesos am Flughafen gekauft. Die Größe hat er geschätzt. Wenn sie ihm zu große sind, müssten sie mir passen. Und das tun sie auch heute noch. Und ich trage sie jeden Sommer. Nicht ständig, aber immer wenn sicher ist, dass es nicht regen wird. Seit 4 Jahren habe ich es nicht geschafft sie zu fixieren. Martin hat sie damals mit einem besonderen Design versehen. Ein paar Dinge stimmen noch immer, andere würden nun etwas anders aussehen. Ich liebe sie immer noch. Hier sieht man sie von allen Seiten.

Jetzt wird es wieder wärmer und ich brauche neue Schuhe. Grundsätzlich lege ich nicht besonders viel Wert auf Kleidung, dennoch ist Einkaufen mit mir meist sehr anstrengend. Weil ich ein Bequemlichkeistfanatiker bin. Und Geschäfte kann ich meist nicht ausstehen. Dann lieber online. Lässiger Street Look bei Zalando ist eine Option. Am besten mehrere Modelle, damit man nicht mehrmals zurückschicken muss. Oder ich lasse einfach Martin auswählen, der hat anscheinend ein Gefühl dafür. Oder meine Frau, die kennt meinen Geschmack inzwischen auch gut.

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